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1. Das Spiel
2. Die Zählweise
2.1 Punkte
2.2 Sätze und Spiele
3. Das Einspielen
3.1 Beginn eines Spieles
3.2 Faires Einspielen
3.3 Warmspielen des Balles während einer Pause
3.4 Warmspielen des Balles nach einer Pause
4. Der Aufschlag
4.1 Erster Aufschläger
4.2 Aufschlagviereck
4.3 Aufschlagdurchführung
4.4 Gültiger Aufschlag
4.4.1 Fußfehler
4.4.2 Doppelt/Ungültig
4.4.3 Fehler oder Tief
4.4.4 Fehler
4.4.5 Aus
4.5 Ungültiger Aufschlag und Punktrichterrufe
4.6 Spielstandsansage
5. Der Ballwechsel
6. Gültiger Rückschlag
6.1 Gültiges Treffen des Balles
6.2 Der Ball muss die Stirnwand treffen
6.3 Ball nicht im "Aus"
7. Verzögerungsfreies Spiel
7.1 Spielunterbrechung
7.2 Satzpausen und Pause nach der Einspielzeit
7.3 Ausrüstungswechsel (R1)
7.4 Schiedsrichterrufe bei Unterbrechungen
7.5 Verletzung, Unwohlsein oder Indisposition
7.6 Spielverzögerung (R2)
7.7 Fallengelassener Gegenstand (R3)
7.7.1 Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel
7.7.2 Einspruch des Spielers
7.7.3 Der Spieler lässt einen Gegenstand fallen
7.7.4 Ein Gegenstand fällt ohne Zutun des Spielers
7.7.5 Gewinnbringender Rückschlag
7.7.6 Fallengelassener Gegenstand bleibt unbemerkt
7.8 Fallengelassener Schläger
8. Einen Ballwechsel gewinnen
8.1 Fehlerhafter Aufschlag
8.2 Fehlerhafter Rückschlag
8.3 Ball trifft den Gegner (R4)
8.4 Schiedsrichter spricht einen Ballwechsel zu
9. Ball trifft den Gegner und Spieler dreht sich
9.1 Spieler schlägt den Ball – Spielunterbrechung (R4)
9.1.1 Zusprechen des Ballwechsels an Spieler außer 9.1.2, 9.1.3
9.1.2 Drehen – Zusprechen des Ballwechsels an Gegner (R4, R5)
9.1.3 Weiterer Schlagversuch – Letball (R5)
9.1.4 Ball trifft zuerst Seiten- oder Rückwand – Letball außer 9.1.5
9.1.5 Gewinnbringender Rückschlag – Ball an Spieler
9.1.6 Ungültiger Rückschlag – Ball an Gegner
9.2 Drehen
9.2.1 Angst, den Gegner zu treffen
9.2.1.1 Letball
9.2.1.2 Kein gültiger Rückschlag möglich – Kein Letball
9.2.2 Behinderung beim Drehen
9.2.2.1 Letball, wenn der Spieler behindert ist
9.2.2.2 Zusprechen des Ballwechseln – Behinderung nicht vermieden
9.2.2.3 Kein Letball – Spieler ist nicht in der Lage, einen gültigen Rückschlag durchzuführen
9.2.3 Unnötiges Drehen
10. Weitere Versuche, den Ball zu schlagen
10.1 Ball berührt den Gegner
10.1.1 Letball – gültiger Rückschlag möglich
10.1.2 Ballwechsel an Gegner – gültiger Rückschlag nicht möglich
10.2 Letball – wenn weiterer Schlagversuch den Gegner trifft
10.3 Behinderung bei weiterem Schlagversuch
10.3.1 Letball – vorausgesetzt ein gültiger Rückschlag ist möglich
10.3.2 Ballwechsel an Spieler – Behinderung wurde durch Gegner nicht vermieden
10.3.3 Kein Letball, wenn weiterer Schlagversuch ungültig wäre
11. Einsprüche
11.1 Beim Aufschlag
11.1.1 Einspruch des Aufschlägers
11.1.2 Punktrichter ruft nicht – Einspruch des Rückschlägers
11.1.2.1 Gültiger Aufschlag – Ballwechsel an Spieler
11.1.2.2 Schiedsrichter unsicher – Letball
11.2 Beim Ballwechsel, aber nicht beim Aufschlag
11.2.1 Einspruch des Spielers zu einem Punktrichterruf
11.2.1.1 Letball, außer 11.2.1.2 oder 11.2.1.3
11.2.1.2 Ballwechsel an Spieler, wenn der Punktrichterruf den gewinnbringenden Rückschlag des Spielers unterbrochen hat
11.2.1.3 Ballwechsel an Gegner, wenn der Punktrichterruf den gewinnbringenden Rückschlag des Gegners unterbrochen hat
11.2.2 Einspruch, weil der Punktrichter nicht unterbrochen hat
11.2.2.1 Gültiger Rückschlag – Ballwechsel an Spieler
11.2.2.2 Schiedsrichter unsicher – Letball
11.3 Einspruch nach dem Aufschlag für einen vorherigen Vorfall
11.4 Mehrere Einsprüche
11.5 Geht nach einem Punktrichterruf beim Aufschlag der Ball wirklich tief/aus
11.6 Später tief oder aus geschlagen – Schiedsrichter entscheidet
12. Behinderung
12.1 Recht auf unbehindertes Spiel
12.2 Definition der Spielerrechte
12.2.1 Direkter Zugang (R6)
12.2.2 Freie Sicht
12.2.3 Platz zum Schlagen (R7)
12.2.4 Platz, den Ball direkt zur Stirnwand zu spielen
12.3 Definition von Behinderung
12.4 Übermäßige Schlagbewegung trägt zur Behinderung bei
12.5. Einspruch des Spielers
12.5.1 Art des Einspruches „Letball bitte“ (R8)
12.5.2 Zeitpunkt des Einspruches (R9, R10)
12.6 Schiedsrichterentscheidung
12.7 Kein Letball
12.7.1 Keine oder minimale Behinderung (R6)
12.7.2 Gültiger Rückschlag nicht möglich oder ungenügende Anstrengung
12.7.3 Behinderung in Kauf genommen und weitergespielt
12.7.4 Selbst verursachte Behinderung (R11)
12.8 Zusprechen eines Ballwechsels
12.8.1 Behinderung, Anstrengung des Gegners ungenügend
12.8.2 Behinderung, Gegner hat jede Anstrengung unternommen, aber seine Position hat den Schlag verhindert
12.8.3 Behinderung, Gegner hat jede Anstrengung unternommen, aber ein gewinnbringender Schlag wurde verhindert (R7)
12.8.4 Behinderung, Spieler unterlässt den nächsten Rückschlag
12.9 Gewährung von Letbällen
12.10 Ballwechsel wird nicht zugesprochen wegen übermäßiger Schlagbewegung
12.11 Letball oder Ballzusprechung ohne Einspruch
12.12 Anwendung von Regel 17 bei Behinderung
12.12.1 Körperkontakt
12.12.2 Gefährliche, übermäßige Schlagbewegung
13. Letbälle
13.1 Der Schiedsrichter kann einen Letball gewähren
13.1.1 Ball berührt Gegenstand auf dem Courtboden
13.1.2 Schlag zurückgehalten – Angst, den Gegner zu treffen (R7)
13.1.3 Ablenkung
13.1.4 Veränderung der Courtbedingungen
13.2 Der Schiedsrichter muss einen Letball gewähren
13.2.1 Rückschläger noch nicht schlagbereit
13.2.2 Ball geht während des Spiels kaputt
13.2.3 Schiedsrichter ist bezüglich eines Einspruches unsicher
13.2.4 Gültiger Rückschlag wird in der Courtspielfläche eingeklemmt
13.3 Bedingungen, unter denen der Schiedsrichter einen Letball gewähren kann
13.4 Bedingungen, für einen Letball, auch wenn der Spieler versucht, zu schlagen
13.5 Bedingungen für einen Einspruch
13.5.1 Einspruch des Spielers notwendig
13.5.2 Einspruch des Spielers oder Eingreifen des Schiedsrichters
14. Der Ball
14.1 Austausch des Balles
14.2 Ball geht kaputt
14.3 Ball geht kaputt, ohne dass es bemerkt wird
14.3.1 Einspruch des Rückschlägers (R13)
14.4 Einspruch beim letzten Ballwechsel eines Satzes
14.5 Spieler unterbricht, um Einspruch einzulegen
14.6 Ball bleibt auf dem Court
14.7 Warmspielen nach Austausch
15. Pflichten der Spieler
15.1 Regeln beachten und das Ansehen des Squashsportes wahren
15.2 Spielbereit sein
15.3 Verbot, Gegenstände auf den Courtboden zu legen
15.4 Verbot, den Court zu verlassen
15.5 Verbot, Punkt- oder Schiedsrichteraustausch zu fordern
15.6 Absichtliche Ablenkung nicht erlaubt
15.7 Art des Einspruches der Spieler
15.8 Spieler müssen allen Bestimmungen nachkommen
16. Blutung, Unwohlsein, Indisposition und Verletzung (R14)
16.1 Blutung
16.1.1 Wiederauftreten einer Blutung
16.2 Möglichkeiten bei Unwohlsein oder Indisposition
16.2.1 Spiel wieder aufnehmen
16.2.2 Satz abgeben
16.2.3 Spiel aufgeben
16.3 Verletzung
16.3.1 Aufgabe des Schiedsrichters
16.3.1.1 selbstverschuldet
16.3.1.2 mitverursacht
16.3.1.3 vom Gegner zugefügt
16.3.2 Blutende Verletzung, Regel 16.1 findet Anwendung
16.3.3 Entscheidungen bei Verletzung ohne Blutung
16.3.3.1 selbstverschuldet
16.3.3.2 mitverursacht
16.3.3.3 vom Gegner zugefügt
16.4 Verletzter Spieler nimmt vorzeitig das Spiel wieder auf
16.5 Schiedsrichter erkennt Verletzung nicht an
16.6 Spieler gibt Satz ab
17. Verhalten auf dem Court
17.1 Schiedsrichter muss handelnd einschreiten
17.2 Verstöße (R15)
17.3 Schiedsrichter verhängt Strafen
17.3.1 Verwarnung – Letball
17.3.2 Strafschlag
17.3.3 Strafschlag zwischen Ballwechseln
17.3.4 Strafsatz
18. Spielkontrolle
18.1 Zahl der Offiziellen
18.2 Position von Punkt- und Schiedsrichter
19. Aufgaben des Punktrichters
19.1 Rufe
19.2 Spielstandsansage ohne Verzögerung
19.3 Spielunterbrechung bei Punktrichterruf
19.4 Punktrichter ist die Sicht verstellt
19.5 Spiel wird ohne Punktrichterruf unterbrochen
19.6 Punktrichter hält Spielstand schriftlich fest
20. Aufgaben des Schiedsrichters
20.1 Über Einsprüche entscheiden und mitteilen
20.2 Kontrolle des Schiedsrichters
20.2.1 Einsprüche der Spieler
20.2.2 Korrekte Anwendung der Regeln
20.2.3 Kontrolle über die Zuschauer
20.3 Eingreifen des Schiedsrichters bei Spielstandsansagen
20.4 Eingreifen des Schiedsrichters bei Spielansagen
20.5 Verantwortung für Einhaltung der Zeiten
20.6 Schiedsrichter hält Spielstand schriftlich fest
20.7 Verantwortung über Courtbedingungen
20.8 Zusprechen eines Spieles, wenn der Gegner nicht anwesend ist
Anhang 1 Offizielle Richtlinien
Einführung
R1 Ausrüstungswechsel
R2 Spielverzögerung
R3 Fallengelassener Gegenstand
R4 Spieler wird vom Ball getroffen einschließlich der Fälle "Drehen" und "weiterer Schlagversuch"
R5 Behinderung nach "Drehen" oder "weiterem Schlagversuch"
R6 Jede Anstrengung unternehmen und minimale Behinderung
R7 Behinderung durch die Schlagbewegung und begründete Angst, den Gegner zu treffen
R8 Art und Weise des Einspruches
R9 Zeitpunkt für Einsprüche
R10 Vorzeitiger Einspruch
R11 Selbst verursachte Behinderung
R12 Deutlicher oder vorsätzlicher Körpereinsatz
R13 Kaputter Ball
R14 Blutung, Unwohlsein, Indisposition oder Verletzung
R15 Coaching
R16 Reihenfolge von Strafen
R17 Punkt- und Schiedsrichter in einer Person
R18 Richtlinien für den Punktrichter
R19 Richtlinien für den Schiedsrichter
Anhang 2 Definitionen
Anhang 3 Standardrufe
Anhang 3.1 Rufe des Punktrichters
Anhang 3.2 Rufe des Schiedsrichters
Anhang 4 Flussdiagramme
Anhang 4.1 Überlegungsweg für Schiedsrichter zu Regel 12
Anhang 4.2 Überlegungsweg für Schiedsrichter zu Regel 16
Anhang 5 Court- und Ausrüstungsspezifikationen
Anhang 5.1 Ausmaße eines Squashcourts für das Einzel
Anhang 5.2 Normen für einen gelben Standard-Turnierball
Anhang 5.3 Maße für einen Squashschläger
Anhang 6 Augenschutz / Schutzbrille
Anhang 7 Punkt-pro-Ballwechsel-Zählweise
Anhang 8 Experimente
Anhang 8.1 Schiedsrichter-Systeme
Anhang 8.2 Regelversuche
Beachten Sie:
Der Gebrauch des Wortes "muss" in den Regeln zeigt einen Zwang an und das Fehlen
jeglicher Alternative. Das Wort "soll" bedeutet einen geforderten Handlungsablauf,
bei dem - im Falle des Ausbleibens - entsprechende Maßnahmen erwogen werden
sollten. Das Wort "kann" lässt die Wahl offen zwischen der Durchsetzung einer
Handlungsfolge oder auf deren Verzicht.
Squash wird von zwei Spielern mit Schlägern, Bällen und auf Spielfeldern (Courts) gespielt, die den von der World Squash Federation (WSF) festgelegten Normen entsprechen (siehe Anhang 5).
2.1 Jeder Fehler wird gezählt, das Service ist nicht ausschlaggebend für
einen Punktgewinn ("Running Score"). Gewinnt der Rückschläger den Ballwechsel,
bekommt er das Aufschlagrecht.
2.2 Der Veranstalter eines Turniers legt fest, ob ein Spiel über zwei oder drei
Gewinnsätze gespielt wird. Jeder Satz wird bis elf Punkte gespielt.
Der Spieler, der als erster elf Punkte erreicht, gewinnt den Satz.
Ausnahme: Ab einem Stand von 10:10 (in jedem Satz), muss auf zwei Punkte Unterschied gespielt
werden. Es gewinnt der Spieler den Satz, der als erster zwei weitere Punkte
erzielt. Bevor der nächste Aufschlag ausgeführt wird, muss der Punktrichter
"Verlängerung auf zwei Punkte Unterschied" ansagen.
Der Punktrichter muss "Satzball" rufen, um anzuzeigen, dass ein Spieler
nur noch einen Punkt benötigt, um den laufenden Satz zu gewinnen oder
"Spielball", um anzuzeigen, dass er nur noch einen Punkt benötigt,
um das Spiel zu gewinnen.
3.1 Unmittelbar vor Spielbeginn muss beiden Spielern eine Zeitspanne von fünf
Minuten gegeben werden, damit sie zusammen auf dem für das Match vorgesehenen
Court, den für dieses Spiel zu verwendenden Ball warm spielen können.
Nach zweieinhalb Minuten Einspielzeit muss der Schiedsrichter "Halbzeit" rufen
und dafür sorgen, dass die Spieler die Seiten wechseln, au-ßer diese haben es
bereits getan. Mit dem Ruf "Zeit" muss der Schiedsrichter den Spielern das Ende
der Einspielzeit bekannt geben.
3.2 Beim Einspielen muss jeder Spieler die gleiche Möglichkeit haben, den Ball
zu schlagen. Ein Spieler, der den Ball übertrieben lange auf seiner Seite
schlägt, spielt sich unfair ein. Der Schiedsrichter entscheidet, wann das
Einspielen unfair ist und muss Regel 17 anwenden.
3.3 Jeder der Spieler kann bei Unterbrechungen den Ball warm spielen.
3.4 Die Spieler können nach jeder Unterbrechung den Ball nach Ermessen des
Schiedsrichters warm spielen.
4.1 Das erste Aufschlagrecht wird vor Spielbeginn durch Drehen des Schlägers
ermittelt. Danach behält der Aufschläger das Aufschlagrecht solange, bis er
einen Ballwechsel verliert, woraufhin sein Gegner zum Aufschläger wird. Dieses
Vorgehen wird bis zum Ende des Spieles beibehalten. Zu Beginn des zweiten und
jeden folgenden Satzes schlägt der Gewinner des vorangegangenen Satzes zuerst
auf.
4.2 Jeweils am Anfang eines Satzes und nach jedem Aufschlagwechsel muss der
Aufschläger entscheiden, von welcher Seite er zuerst aufschlagen will. Danach
schlägt er abwechselnd von jeder Seite auf, solange er Aufschläger bleibt.
Wird jedoch ein Ballwechsel wegen einer Letball-Entscheidung wiederholt, muss
er nochmals von der gleichen Seite aufschlagen.
Falls der Aufschläger von der falschen Seite aufschlagen will oder einer
der Spieler unsicher wirkt, welche Aufschlagseite die richtige ist, muss der
Punktrichter die richtige Seite anzeigen. Ist der Punktrichter unsicher oder
sagt die falsche Seite an oder die Entscheidung ist umstritten, dann
entscheidet der Schiedsrichter.
4.3 Beim Aufschlag muss der Spieler mit der Hand oder dem Schläger den Ball
loslassen oder in die Luft werfen, bevor er ihn schlägt. Sollte ein Spieler,
nachdem er den Ball losgelassen oder hochgeworfen hat, keinen Versuch
unternehmen, ihn zu schlagen, darf er den Aufschlagversuch wiederholen.
4.4 Ein Aufschlag ist gültig, wenn alle Voraussetzungen nach Regel 4.4.1 – 4.4.5
erfüllt sind:
4.4.1 Der Aufschläger hält im Augenblick, in dem er den Ball schlägt, mit
mindestens einem Teil seines Fußes innerhalb des Aufschlagvierecks Bodenkontakt,
ohne dabei mit diesem Teil die Begrenzungslinie zu be-rühren (vorausgesetzt,
die Linie wird nicht berührt, darf der andere Teil des Fußes über die Linie
hinausragen).
4.4.2 Nachdem der Aufschläger den Ball losgelassen hat, muss er ihn mit dem
ersten oder einem weiterem Schlagversuch korrekt treffen, bevor der Ball auf
den Boden fällt oder eine Wand oder den Aufschläger selbst berührt.
4.4.3 Der Aufschläger schlägt den Ball auf direktem Weg zur Stirnwand zwischen
Aufschlag- und Auslinie.
4.4.4 Der Ball springt beim ersten Bodenkontakt im gegnerischen Platzviertel
auf, ohne die Quer- oder Mittellinie zu berühren, es sei denn, der Gegner
nimmt den Ball als Volley.
4.4.5 Der Aufschläger schlägt den Ball nicht aus.
4.5 Bei einem Aufschlag, der nach Regel 4.4.1 – 4.4.5 nicht gültig ist, muss
der Punktrichter die passenden Rufe vornehmen. Die Rufe sind:
"Fußfehler" für Regel 4.4.1
"Fehler" für Regel 4.4.2
"Fehler" für Regel 4.4.3 wenn der Ball zuerst eine Seitenwand oder die
Stirnwand unterhalb der Aufschlaglinie aber oberhalb der Tin-Leiste trifft.
"Tief" für Regel 4.4.3 wenn der Ball unterhalb der Tin-Leiste oder auf den
Boden auftrifft.
"Fehler" für Regel 4.4.4
"Aus" für Regel 4.4.5
Ein Aufschlag, bei dem der Ball scheinbar gleichzeitig die Stirn- und Seitenwand
trifft, ist ungültig und es wird "Fehler" gerufen.
4.6 Der Aufschläger darf erst aufschlagen, nachdem der Punktrichter den
Spielstand vollständig angesagt hat. Der Punktrichter muss den Spielstand ohne
Verzögerung ansagen. Sollte jedoch der Aufschläger aufschlagen bzw. es
versuchen wollen, bevor der Spielstand vollständig angesagt worden ist, muss
der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen und den Aufschläger ermahnen,
solange zu warten, bis der Spielstand genannt worden ist.
Nach einem gültigen Aufschlag wird der Ball von beiden Spielern solange abwechselnd gespielt, bis entweder einer einen ungültigen Rückschlag macht, sich der Ball (den Regeln entsprechend) nicht mehr im Spiel befindet, ein Spieler einen Einspruch einlegt, oder bis das Spiel durch Rufe des Punkt- oder Schiedsrichters unterbrochen wird.
Ein Rückschlag ist gültig, wenn alle Voraussetzungen nach Regel 6.1 – 6.3
erfüllt sind:
6.1 Der Rückschläger schlägt den Ball korrekt zurück, bevor er den Boden mehr
als einmal berührt hat.
6.2 Der Ball trifft die Stirnwand oberhalb der Tin-Leiste entweder direkt oder
über die Seitenwand/wände und/oder Rückwand ohne vorher auf dem Boden
aufzuspringen, oder einen Körperteil oder ein Kleidungs-stück des Spielers,
noch den Schläger, Körper oder die Kleidung des Gegners zu berühren.
6.3 Der Ball ist nicht aus.
Nach dem ersten Aufschlag muss grundsätzlich ohne Verzögerung gespielt werden,
wobei nachstehende Bedingungen zu beachten sind:
7.1 Zu jeder Zeit kann der Schiedsrichter das Spiel aufgrund schlechter
Lichtverhältnisse oder anderer, von Spielern und Offiziellen nicht verursachter
Umstände, für eine vom Schiedsrichter bestimmte Dauer unterbrechen. Der
Spielstand wird beibehalten. Wenn der unbespielbare Zustand des Courts
unverändert bleibt und ein anderer Court verfügbar ist, kann der
Schiedsrichter das Spiel auf diesen verlegen.
7.2 Nach dem Ende der Einspielzeit bis zum Beginn des ersten Satzes, sowie
zwischen allen Sätzen gibt es jeweils eine neunzig Sekunden dauernde Pause.
Die Spieler können während dieser Pausen den Court verlassen, müssen jedoch
vor Ablauf der 90 Sekunden wieder spielbereit sein.
Im Einvernehmen der Spieler kann das Spiel vor Ablauf der neunzig Sekunden
begonnen oder wieder aufgenommen werden.
7.3 Kann ein Spieler den Schiedsrichter überzeugen, dass ein Wechsel von
Ausrüstung, Kleidung oder Schuhwerk notwendig ist, darf er den Court verlassen.
Er ist verpflichtet, den Wechsel so schnell wie möglich, maximal aber in
neunzig Sekunden zu vollziehen.
7.4 Fünfzehn Sekunden vor Ablauf einer genehmigten, neunzigsekündigen
Unterbrechung muss der Schiedsrichter "15 Sekunden" rufen, um den Spielern
anzuzeigen, dass sie sich bereit machen müssen, das Spiel wieder aufzunehmen.
Am Ende der neunzig Sekunden muss der Schiedsrichter "Zeit" rufen. Es ist Sache
der Spieler, sich nur dort aufzuhalten, wo sie die Rufe "15 Sekunden" und
"Zeit" hören können. Sollte ein oder beide Spieler beim Ruf "Zeit" nicht
spielbereit sein, muss der Schiedsrichter Regel 17 anwenden.
7.5 Wenn ein Spieler verletzt oder krank ist oder sich unwohl fühlt, muss
der Schiedsrichter Regel 16 anwenden.
7.6 Wenn der Schiedsrichter entscheidet, dass ein Spieler das Spiel ohne
Grund verzögert, muss er Regel 17 anwenden.
7.7 Wenn ein anderer Gegenstand als der Schläger während eines Ballwechsels
auf den Courtboden fällt, gilt folgendes:
7.7.1 Sobald der Schiedsrichter einen gefallenen Gegenstand wahrnimmt,
muss er das Spiel sofort unterbrechen.
7.7.2 Sieht ein Spieler einen gefallenen Gegenstand, kann er den Ballwechsel
unterbrechen und einen Letball fordern.
7.7.3 Wenn der Gegenstand einem Spieler herunterfällt, muss für ihn der
Ballwechsel als verloren gewertet werden, außer Regel 7.7.5 trifft zu, oder die
Ursache war ein Zusammenstoß mit dem Gegner. Im letzteren Fall muss der
Schiedsrichter einen Letball gewähren, es sei denn, ein Einspruch wird wegen
Behinderung eingelegt. Dann muss der Schiedsrichter Regel 12 anwenden.
7.7.4 Wenn der Gegenstand von wo anders her herunterfällt (nicht vom Spieler),
muss der Schiedsrichter einen Letball gewähren, es sei denn, Regel 7.7.5 käme
zur Anwendung.
7.7.5 Wenn ein Spieler in dem Moment, in dem der Gegenstand zu Boden fällt,
bereits einen eindeutig gewinnbringenden Rückschlag gemacht hat, dann gewinnt
er den Ballwechsel.
7.7.6 Wenn ein fallengelassener Gegenstand bis zum Ende des Ballwechsels
unbemerkt bleibt, bleibt der Ausgang des Ballwechsels bestehen.
7.8 Wenn ein Spieler den Schläger verliert, muss der Schiedsrichter den
Ballwechsel weiterlaufen lassen, außer es würde eine Behinderung stattfinden
(Regel 12), der Ball den Schläger berühren (Regel 13.1.1), eine Ablenkung
stattfinden (Regel 13.1.3) oder der Schiedsrichter würde die Strafregel
anwenden (Regel 17).
Ein Spieler gewinnt einen Ballwechsel, wenn
8.1 es dem Gegner nicht gelingt, einen gültigen Aufschlag zurückzuschlagen.
8.2 es dem Gegner nicht gelingt, einen gültigen Rückschlag auszuführen, es sei
denn, der Schiedsrichter gewährt einen Letball oder spricht dem Gegner den
Ballwechsel zu.
8.3 der Gegner selbst oder dessen Kleidung oder Ausrüstung vom Ball getroffen
wird, ohne dass eine Behinderung vorlag (wenn der Gegner nicht am Schlag ist),
außer die Regeln 9 und 10 sehen etwas anderes vor. Bei Behinderung gilt Regel
12. In allen Fällen muss der Schieds-richter entscheiden.
8.4 der Schiedsrichter, den Regeln entsprechend, dem Spieler den Ballwechsel
zuspricht.
9.1 Wenn der Ball, bevor er die Stirnwand erreicht hat, den Gegner oder dessen
Kleidung oder Ausrüstung trifft, muss der Ballwechsel unterbrochen werden.
Der Schiedsrichter muss - nach Berücksichtigung e-ventueller Verstöße nach
Regel 17 - die Flugbahn des Balles beurtei-len und:
9.1.1 dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn der Ball in gültiger
Weise die Stirnwand erreicht hätte, ohne vorher eine andere Wand zu berühren,
es sei denn Regel 9.1.2 und 9.1.3 trifft zu.
9.1.2 falls sich der Spieler gedreht hat, dem Gegner den Ball zusprechen,
es sei denn, der Gegner hat eine absichtliche Bewegung gemacht, um den
Rückschlag abzufangen. In diesem Fall muss der Schiedsrichter dem Spieler den
Ball zusprechen.
9.1.3 falls es sich um einen weiteren Schlagversuch handelt, einen Letball
gewähren, vorausgesetzt Regel 9.1.2 trifft nicht zu.
9.1.4 einen Letball gewähren, wenn der Ball die Stirnwand in gültiger Weise
erreicht hätte, aber vorher eine andere Wand berührt hat oder hätte, es sei
denn Regel 9.1.5 trifft zu.
9.1.5 dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat, dass
der Rückschlag ein gewinnbringender Rückschlag gewesen wäre.
9.1.6 dem Gegner den Ballwechsel zusprechen, wenn der Rückschlag nicht gültig
gewesen wäre.
9.2 Wenn sich der Spieler dreht,
9.2.1 kann er den Ballwechsel unterbrechen und einen Letball fordern, wenn
er Angst hat, den Gegner mit dem Ball zu treffen. Der Schiedsrichter muss
9.2.1.1 einen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass eine begründete
Angst bestand, den Gegner mit dem Ball zu treffen und der Spieler einen gültigen
Rückschlag hätte durchführen können, es sei denn Regel 9.2.3 trifft zu oder
9.2.1.2 darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler
keinen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.
9.2.2 Der Spieler darf wegen einer Behinderung den Ballwechsel unterbrechen
und Einspruch einlegen. Der Schiedsrichter
9.2.2.1 muss einen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler
wegen der Behinderung durch den Gegner nicht in der Lage war, einen
Schlagversuch zu Ende zu führen oder
9.2.2.2 muss dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat,
dass der Gegner nicht jede Anstrengung unternommen hat, die Behinderung nach
dem Drehen zu vermeiden
9.2.2.3 darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler
auch ohne die Behinderung keinen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.
9.2.3 Der Schiedsrichter darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden
hat, dass die Drehung absichtlich durchgeführt wurde, um einen Einspruch
einzulegen und nicht, um den Versuch eines Rückschlages vorzunehmen.
Wenn der Spieler einen Schlag ausführt und den Ball verfehlt, kann er weitere
Schlagversuche unternehmen.
10.1 Wenn der Ball, nachdem er verfehlt wurde, den Gegner oder dessen
Kleidung oder Ausrüstung berührt, muss der Schiedsrichter
10.1.1 einen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der Spieler
sonst noch einen gültigen Rückschlag hätte ausführen können.
10.1.2 dem Gegner den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat, dass
der Spieler keinen gültigen Rückschlag mehr hätte ausführen können.
10.2 Der Schiedsrichter muss einen Letball gewähren, wenn ein weiterer
Schlagversuch erfolgreich ist, aber dieser ansonsten gültige Rückschlag die
Stirnwand nicht erreichen kann, weil der Ball den Gegner oder dessen Kleidung
oder Ausrüstung trifft.
10.3 Der Spieler kann wegen einer Behinderung beim weiteren Schlagversuch
den Ballwechsel unterbrechen und Einspruch einlegen. Der Schiedsrichter
10.3.1 muss einen Letball gewähren, wenn es dem Spieler nicht möglich ist,
einen weiteren Schlagversuch durchzuführen, vorausgesetzt, ein gültiger
Rückschlag wäre möglich gewesen.
10.3.2 muss dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat,
dass der Gegner nicht jeden Versuch unternommen hatte, beim weiteren
Schlagversuch die Behinderung zu vermeiden.
10.3.3 darf keinen Letball gewähren, wenn er entschieden hat, dass der weitere
Schlagversuch nicht mit einem gültigen Rückschlag beendet worden wäre.
Der Verlierer eines Ballwechsels kann gegen jede Entscheidung des Punktrichters
hinsichtlich dieses Ballwechsels Einspruch erheben.
Ein Spieler soll einen Einspruch nach Regel 11 mit "Einspruch bitte" anzeigen.
Das Spiel wird bei einem Einspruch unterbrochen. Wenn der Schiedsrichter
nicht sicher ist, aus welchem Grund der Spieler einen Einspruch einlegt, kann
er den Spieler um eine Erklärung bitten.
Wenn der Schiedsrichter einen Einspruch nach Regel 11 ablehnt, bleibt die
Entscheidung des Punktrichters bestehen. Falls der Schiedsrichter sich nicht
sicher ist, muss er einen Letball gewähren, mit der Ausnahme, dass die
Bestimmungen der Regel 11.2.1, 11.5 oder 11.6 gelten.
Einsprüche oder das Einschreiten des Schiedsrichters werden nachstehend für
jede einzelne Situation gesondert behandelt (siehe auch Regel 20.4)
11.1 Einsprüche beim Aufschlag
11.1.1 Gegen die Rufe des Punktrichters "Fehler", "Fußfehler", "Doppelt",
"Ungültig", "Tief" oder "Aus" beim Aufschlag kann der Aufschläger Einspruch
erheben. Wenn der Schiedsrichter dem Einspruch stattgibt, muss er einen
Letball gewähren.
11.1.2 Wenn der Punktrichter nach dem Aufschlag versäumt, "Fehler",
"Fußfehler", "Ungültig", "Tief" oder "Aus" zu rufen, kann der Rückschläger
Einspruch erheben, entweder sofort nach dem Aufschlag oder nach beendetem
Ballwechsel. Wenn der Schiedsrichter sicher ist, dass der Aufschlag fehlerhaft
war, muss er das Spiel sofort unterbrechen und den Ballwechsel dem
Rückschläger zusprechen. Als Reaktion auf einen Einspruch muss der
Schiedsrichter
11.1.2.1 wenn er sicher ist, dass der Aufschlag gültig war, dem Aufschläger
den Ballwechsel zusprechen.
11.1.2.2 wenn er unsicher ist, einen Letball gewähren.
11.2 Einsprüche in anderen Spielsituationen
11.2.1 Gegen die Rufe des Punktrichters "Doppelt", "Tief" oder "Aus" nach
einem Rückschlag kann der Rückschläger Einspruch erheben. Wenn der
Schiedsrichter dem Einspruch stattgibt oder er sich unsicher ist, ob der Ruf
des Punktrichters richtig war, muss er
11.2.1.1 einen Letball gewähren, es sei denn Regel 11.2.1.2 oder 11.2.1.3 trifft zu
11.2.1.2 den Ballwechsel dem Spieler zusprechen, wenn der Ruf des
Punktrichters den gewinnbringenden Rückschlag des Spielers unterbrochen hat.
11.2.1.3 den Ballwechsel dem Gegner zusprechen, wenn der Ruf des
Punktrichters den gewinnbringenden Rückschlag des Gegners unterbrochen oder
verhindert hat.
11.2.2 Wenn der Punktrichter nach dem Rückschlag eines Spielers
versäumt, "Doppelt", "Tief" oder "Aus" zu rufen, kann der Gegner Einspruch
erheben, entweder sofort oder nach beendetem Ballwechsel. Wenn der
Schiedsrichter sicher ist, dass der Rückschlag nicht gültig war, muss er das
Spiel schon vor einem möglichen Einspruch sofort unterbrechen und den
Ballwechsel dem Gegner zusprechen. Als Reaktion auf einen Einspruch muss
der Schiedsrichter
11.2.2.1 dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn er entschieden hat,
dass der Rückschlag gültig war.
11.2.2.2 einen Letball gewähren, wenn er sich unsicher ist.
11.3 Nach ausgeführtem Aufschlag kann keiner der Spieler Einspruch gegen
etwas erheben, das vor diesem Aufschlag passiert ist, außer Regel 14.3 fände
Anwendung.
11.4 Erhebt der Verlierer bezüglich eines Ballwechsels mehr als einen
Einspruch, muss der Schiedsrichter jeden der Einsprüche berücksichtigen.
11.5 Wenn ein Spieler bei einem Aufschlag gegen den Punktrichterruf "Fehler",
"Fußfehler", "Doppel", "Ungültig", "Tief" oder "Aus" Einspruch erhebt und
dieser Aufschlag anschließend wirklich ungültig, tief, aus oder fehlerhaft ist,
muss der Schiedsrichter nur nach dem letzteren Ereignis entscheiden.
11.6 Wenn ein Spieler bei einem Rückschlag gegen den Punktrichterruf
"Doppelt", "Tief" oder "Aus" Einspruch erhebt und dieser Rückschlag danach
tatsächlich tief oder aus ist, muss der Schiedsrichter bei einem Einspruch nur
nach dem letzteren Ereignis entscheiden.
12.1 Der Spieler, der am Schlag ist, hat das Recht, seinen Schlag ohne
Behinderung durch den Gegner auszuführen.
12.2 Um eine Behinderung zu vermeiden, muss der Gegner jede Anstrengung
unternehmen, dem Spieler folgende Möglichkeiten einzuräumen:
12.2.1 ungehinderten, direkten Zugang zum Ball nach Durchführung eines
vernünftigen Ausschwunges.
12.2.2 gute Sicht auf den Ball, nachdem er von der Stirnwand zurückspringt.
12.2.3 ausreichend Platz, um den Ball mit einer angemessenen Schlagbewegung
zu schlagen.
12.2.4 ausreichend Platz, um den Ball direkt an jeden Teil der Stirnwand
spielen zu können.
12.3 Eine Behinderung tritt auf, wenn der Gegner eine der Bedingungen der
Regel 12.2 nicht erfüllt, auch wenn er jede Anstrengung dazu unternimmt,
sie zu erfüllen.
12.4. Die übermäßige Schlagbewegung eines Spielers kann für den Gegner zu
einer Behinderung beitragen, wenn dieser an der Reihe ist, den Ball zu schlagen.
12.5 Ein Spieler, der seiner Meinung nach behindert wird, hat die Wahl,
weiterzuspielen oder aufzuhören und beim Schiedsrichter Einspruch zu erheben.
12.5.1 Die korrekte Form des Einspruchs - egal ob der Spieler einen Letball
oder einen Punkt erwartet - lautet "Letball bitte".
12.5.2 Nur der Spieler selbst (derjenige, der am Schlag ist) kann Einspruch
einlegen. Der Einspruch muss entweder sofort erfolgen, wenn eine Behinderung
auftritt, oder unmittelbar danach, wenn der Spieler eindeutig nicht
weitergespielt hat.
12.6 Der Schiedsrichter muss eine Entscheidung über den Einspruch treffen
und diese mit den Worten "Kein Let", "Letball" oder "Ball an (Name des
entsprechenden Spielers/Teams)" bekannt geben. Der Schiedsrichter alleine
entscheidet und seine Entscheidungen sind endgültig. Wenn der Schiedsrichter
unsicher bezüglich des Einspruchsgrundes ist, kann er den Spieler um eine
Erklärung bitten.
12.7 Der Schiedsrichter darf keinen Letball gewähren und der Spieler muss
den Ballwechsel verlieren, wenn:
12.7.1 keine Behinderung vorlag oder die Behinderung so geringfügig war,
dass die direkte Sicht auf den Ball gegeben war und der Spieler Platz genug
hatte, zum Ball zu gelangen und ihn zu spielen.
12.7.2 eine Behinderung vorlag, der Spieler jedoch keinen gültigen Rückschlag
hätte ausführen können oder nicht jede Anstrengung unternommen hat, zum Ball
zu gelangen und diesen zu spielen.
12.7.3 der Spieler die Behinderung eindeutig in Kauf genommen und
weitergespielt hat.
12.7.4 der Spieler auf seinem Weg zum Ball die Behinderung selbst verursacht
hat.
12.8 Der Schiedsrichter muss dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn:
12.8.1 eine Behinderung vorlag, bei der der Gegner nicht jede Anstrengung
unternommen hat, sie zu vermeiden und der Spieler einen gültigen Rückschlag
hätte ausführen können.
12.8.2 eine Behinderung vorlag, bei der der Gegner jede Anstrengung unternommen
hat, sie zu vermeiden, der Spieler aber durch die Position des Gegners von
einer angemessenen Schlagbewegung und von einem gültigen Rückschlag abgehalten
wurde.
12.8.3 eine Behinderung vorlag, bei der der Gegner jede Anstrengung
unternommen hat, sie zu vermeiden, aber der Spieler einen gewinnbringenden
Rückschlag hätte ausführen können.
12.8.4 der Spieler es unterlässt, einen Ball zu schlagen, der klar seinen
Gegner auf direktem Weg zur Stirnwand getroffen hätte; oder auf dem Weg zu
einer Seitenwand, aber es in diesem Fall ein gewinnbringender Rückschlag
gewesen wäre (dies gilt nicht in den Fällen "Drehen" oder "weiterer
Schlagversuch").
12.9 Der Schiedsrichter muss einen Letball gewähren, wenn eine Behinderung
vorlag, bei der der Gegner jede Anstrengung unternommen hat, sie zu vermeiden
und ohne die der Spieler einen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.
12.10 Der Schiedsrichter darf einem Spieler keinen Ballwechsel zusprechen,
der eine Behinderung durch eine übermäßige Schlagbewegung verursacht.
12.11 Der Schiedsrichter kann einen Letball gemäß Regel 12.9 gewähren oder
den Ballwechsel gemäß Regel 12.8 zusprechen, ohne dass ein Einspruch erhoben
wurde. Falls notwendig, kann er den Ballwechsel hierzu unterbrechen.
12.12 Der Schiedsrichter kann auch Regel 17 bei Behinderungssituationen
anwenden. Der Schiedsrichter muss das Spiel unterbrechen, falls dies noch
nicht geschehen ist, und eine angemessene Strafe verhängen, wenn:
12.12.1 ein Spieler einen deutlichen oder vorsätzlichen Körperkontakt
eingesetzt hat.
12.12.2 ein Spieler seinen Gegner durch eine übermäßige Schlagbewegung in
Gefahr gebracht hat.
Zusätzlich zu den in anderen Regeln aufgeführten Letbällen kann oder muss der
Schiedsrichter Letbälle in bestimmten weiteren Fällen gewähren. Ein Spieler
soll bei einer Letball-Forderung die Worte "Letball bitte" verwenden. Wenn
sich der Schiedsrichter bezüglich des Einspruchsgrundes unsicher ist, kann er
den Spieler um eine Erklärung bitten.
13.1 Der Schiedsrichter kann einen Letball gewähren, wenn
13.1.1 der Ball im Spiel irgendeinen auf dem Boden liegenden Gegenstand trifft.
(siehe Regel 15.3)
13.1.2 der Spieler den Schlag nicht ausführt (egal ob über die Stirn-, Seiten-
oder Rückwand), weil er befürchten muss, den Gegner zu verletzen.
13.1.3 einer der Spieler, nach Ansicht des Schiedsrichters, durch ein Ereignis
innerhalb oder außerhalb des Courts abgelenkt wurde. Ein Spieler, der wegen
einer Ablenkung einen Einspruch einlegt, muss dies sofort bei Auftreten des
Vorfalls tun. Ungeachtet dessen kann der Schiedsrichter einem Spieler einen
Ballwechsel zusprechen, der ohne diese Ablenkung einen gewinnbringenden
Rückschlag hätte durchführen können.
13.1.4 er entscheidet, dass eine Veränderung der Courtbedingungen den
Ausgang des Ballwechsels beeinflusst hat.
13.2 Der Schiedsrichter muss einen Letball gewähren, wenn
13.2.1 der Rückschläger nicht spielbereit ist und keinen Versuch unternimmt,
den Ball anzunehmen.
13.2.2 der Ball während des Spiels kaputt geht.
13.2.3 er über einen Einspruch nicht entscheiden kann.
13.2.4 sich der Ball nach einem ansonsten gültigen Rückschlag in irgendeinem
Teil der Court-Spielflächen einklemmt und damit verhindert wird, dass er mehr
als einmal auf dem Boden aufspringen kann, oder wenn der Ball nach dem ersten
Aufspringen ins "Aus" geht.
13.3 Wenn der Spieler gemäß Regel 13.1.1 bis 13.1.4 Einspruch erhebt, darf
der Schiedsrichter einen Letball nur gewähren, wenn der Spieler in der Lage
gewesen ist, einen gültigen Rückschlag auszuführen. Das gilt nicht für einen
Einspruch seines Gegners gemäß Regel 13.1.1, 13.1.3 und 13.1.4.
13.4 Wenn der Spieler versucht, den Ball zu schlagen, kann der Schiedsrichter
trotzdem gemäß Regeln 13.1.1, 13.1.3, 13.1.4, 13.2.2 einen Letball gewähren.
13.5 Die Bedingungen für einen Einspruch gemäß Regel 13 sind:
13.5.1 Der Einspruch eines Spielers ist notwendig, damit der Schiedsrichter
nach Regel 13.1.2 (nur der Spieler), 13.1.3, 13.2.1 (nur der Rückschläger)
und 13.2.3 einen Letball gewährt.
13.5.2 Der Einspruch eines Spielers oder das Eingreifen des Schiedsrichters
ohne Einspruch findet Anwendung in den Regeln 13.1.1, 13.1.4, 13.2.2 und 13.2.4.
14.1 Jeder der Spieler oder der Schiedsrichter können den Zustand des Balles
jederzeit prüfen, wenn er nicht im Spiel ist. Der Schiedsrichter kann einen
Ball austauschen, entweder mit Einverständnis beider Spieler oder bei Einspruch
von einem der Spieler.
14.2 Wenn ein Ball während des Spiels kaputt geht, muss ihn der
Schiedsrichter nach Überprüfung sofort durch einen anderen ersetzen.
14.3 Wenn der Ball während des Spiels kaputt geht, dies aber während des
Ballwechsels nicht bemerkt wurde, muss der Schiedsrichter für denjenigen
Ballwechsel einen Letball gewähren, in dem der Ball kaputt ging, vorausgesetzt
der Aufschläger erhebt Einspruch vor dem Aufschlag oder der Rückschläger, bevor
er den Aufschlag annimmt.
14.3.1 Wenn der Rückschläger, bevor er den Aufschlag annimmt, Einspruch
erhebt und nach Ansicht des Schiedsrichters der Ball erst beim Aufschlag
kaputt ging, darf der Schiedsrichter nur für diesen Ballwechsel einen Letball
geben. Falls er sich aber darüber nicht sicher ist, muss er einen Letball für
den vorangegangenen Ballwechsel gewähren.
14.4 Die Ausführungen der Regel 14.3 finden auf den letzten Ballwechsel
eines Satzes keine Anwendung. In diesem Fall muss der Spieler sofort nach dem
Ballwechsel Einspruch erheben.
14.5 Falls ein Spieler den Ballwechsel unterbricht, um Einspruch wegen eines
defekten Balls zu erheben und sich herausstellt, dass der Ball nicht kaputt ist,
dann verliert dieser Spieler den Ballwechsel.
14.6 Der Ball muss zu jeder Zeit im Court verbleiben, es sei denn, der
Schiedsrichter erlaubt, ihn herauszunehmen.
14.7 Wenn der Schiedsrichter den Ball ersetzt hat oder wenn die Spieler das
Spiel nach längerer Unterbrechung wieder aufgenommen haben, muss der
Schiedsrichter den Spielern erlauben, den Ball warmzuspielen, bis er normal
spielbar ist. Das Spiel muss dann auf Weisung des Schiedsrichters fortgesetzt
werden, oder im gegenseitigen Einvernehmen der Spieler, wenn diese schon
vorher bereit sind.
15.1 Die Spieler müssen sich an alle Regeln halten und das Ansehen des
Squashsports wahren. Nichteinhalten kann die Sportart in Verruf bringen und
Regel 17 kann angewandt werden.
15.2 Spieler müssen zur angesetzten Zeit der Begegnung spielbereit sein.
15.3. Spieler dürfen im Court keine Gegenstände, Bekleidungsstücke oder
Ausrüstung auf den Boden legen.
15.4 Spieler dürfen während eines Satzes den Court nicht ohne Zustimmung
des Schiedsrichters verlassen. Tun sie es dennoch, kann der Schiedsrichter
Regel 17 anwenden.
15.5 Spielern ist nicht erlaubt, eine Ablösung des Punkt- oder
Schiedsrichters zu verlangen.
15.6 Ein Spieler darf den Gegner nicht absichtlich ablenken. Wenn dies
dennoch geschieht, muss der Schiedsrichter Regel 17 anwenden.
15.7 Spieler sollten Einsprüche – je nach Sachlage - mit den Worten
"Let-ball bitte" oder "Einspruch bitte" einleiten. Zeichengebung mit Fingern
oder Schläger, andere Gesten, erhobene Augenbrauen oder andere Augenzeichen
sind keine allgemein anerkannten Einspruchsmethoden.
15.8 Spieler müssen allen zusätzlichen Wettkampfbestimmungen (z.B.
Turnierbekleidungsordnung) genauso nachkommen, wie den Bestimmungen des
Regelwerkes.
16.1 Blutung: Der Schiedsrichter muss unverzüglich das Spiel unterbrechen,
wenn einer der Spieler eine sichtbare Blutung, eine offene Wunde oder
blutbefleckte Bekleidung hat. Bevor er das Spiel wieder aufnehmen lässt, muss
der Schiedsrichter verlangen, dass die Blutung gestoppt, die Wunde verbunden
und die blutbefleckte Bekleidung gewechselt wird. Dabei gewährt er eine
angemessene bzw. notwendige Zeit, soweit es der Zeitplan des Turniers zulässt.
Falls die Blutung allein durch den Gegner verursacht wurde, muss der
Schiedsrichter das Spiel unverzüglich dem Spieler zusprechen.
16.1.1 Wiederauftreten der Blutung: Für eine erneute Blutung, für die bereits
eine Erholungszeit gewährt wurde, darf der Schiedsrichter keine weitere
Erholungszeit erlauben, außer der Spieler gibt den laufenden Satz ab und nutzt
die 90 Sekunden Pause zwischen den Sätzen zur Erho-lung. Wenn die sichtbare
Blutung nach dieser 90 sekündigen Pause immer noch blutet, muss der Spieler
das Spiel aufgeben. Ein Spieler darf nur einmal einen Satz für eine 90 Sekunden
Pause abgeben. Wenn sich der Verband von der blutenden Wunde löst oder während
des Spieles abgenommen wird und die Wunde dabei entblößt, muss der
Schiedsrichter dies als Wiederauftreten der Blutung ansehen, außer die
Blutung wurde wirklich gestoppt.
16.2 Unwohlsein oder Indisposition: Ein Spieler, der sich nicht wohlfühlt
oder indisponiert ist, ohne dass eine Blutung vorliegt, hat folgende
Möglichkeiten:
16.2.1 das Spiel ohne Verzögerung wieder aufnehmen;
16.2.2 den laufenden Satz abgeben, um die 90 sekündige Pause zu nutzen, oder
16.2.3 das Spiel aufgeben. Anzeichen von Müdigkeit, angebliches Unwohlsein oder
Indisposition, die für den Schiedsrichter nicht wirklich begründet sind,
oder Wiederauftreten von bereits bestehenden Beschwerden, einschließlich
anhaltender Verletzungen, die bereits vorher aufgetreten sind, müssen unter
Regel 16.2 behandelt werden. Dies beinhaltet auch Krämpfe jeder Art,
tatsächlicher oder beginnender Brechreiz und Atemlosigkeit, einschließlich
Asthma. Der Schiedsrichter muss die Spieler über die Entscheidung und die
Anforderungen der Regeln informieren.
16.3 Verletzung
16.3.1 Wenn ein Spieler angibt, dass er sich verletzt hat, muss der
Schiedsrichter überzeugt sein, dass die Verletzung echt ist, und wenn ja, muss
er entscheiden, welche Art von Verletzung vorliegt. Er muss die Spieler über
die Entscheidung und die Anforderungen der Regeln informieren. Der Spieler
darf die Erholungszeit nur sofort nach Auftreten der Verlet-zung nehmen. Die
Arten der Verletzung sind:
16.3.1.1 selbst verschuldet, d.h. die Verletzung des Spielers geschah ohne
Mitwirkung des Gegners.
16.3.1.2 mitverursacht, d.h. der Gegner hat zur Verletzung unabsichtlich mit
beigetragen oder sie unabsichtlich zugefügt. Der Schiedsrichter darf die
Bezeichnung "unabsichtlich mit beigetragen oder unabsichtlich zugefügt"
nicht auf Situationen anwenden, wo ein Spieler zu nahe an seinem Gegner
gestanden hat.
16.3.1.3 zugefügt, d. h. die Verletzung wurde allein vom Gegner verursacht.
16.3.2 Wenn es sich um eine blutende Verletzung handelt, muss Regel 16.1
angewandt werden bis die Blutung gestillt ist. Danach trifft Regel 16.3.3 zu.
16.3.3 Wenn es sich nicht um eine blutende Verletzung handelt, müssen folgende
Regeln angewandt werden:
16.3.3.1 Bei einer selbst verschuldeten Verletzung (Regel 16.3.1) muss der
Schiedsrichter dem verletzten Spieler drei Minuten Erholungszeit gewähren.
Der Schiedsrichter muss am Ende der drei Minuten (vor Ablauf muss er "15
Sekunden" ansagen) "Zeit" rufen. Wenn der Spieler nach dieser Zeit um
zusätzliche Erholungszeit bittet, muss der Schiedsrichter den verletzten
Spieler auffordern, einen Satz abzugeben, die 90 Sekunden Pause zwischen den
Sätzen zu nutzen, um dann das Spiel wieder aufzunehmen oder das gesamte Spiel
abzugeben. Wenn der verletzte Spieler nach der Ansage "Zeit" nicht
spielbereit auf dem Court steht, muss der Schiedsrichter das Spiel dem Gegner
zusprechen.
16.3.3.2 Bei einer mitverursachten Verletzung (Regel 16.3.1.2) muss der
Schiedsrichter dem verletzten Spieler eine Stunde Erholungszeit gewähren bzw.
zusätzlich soviel Zeit geben, wie es der Zeitplan des Turniers erlaubt. Der
Schiedsrichter muss am Ende jeder Erholungspause "Zeit" rufen. Am Ende dieser
Zeit muss der Spieler weiterspielen oder das gesamte Spiel abgeben. Der
Spielstand zum Zeitpunkt der Verletzung (Ende des entsprechenden Ballwechsels)
bleibt bestehen.
16.3.3.3 Bei einer vom Gegner zugefügten Verletzung (Regel 16.3.1.3) muss
der Schiedsrichter Regel 17 anwenden; wenn jedoch der verletzte Spieler
Erholungszeit benötigt, muss ihm der Schiedsrichter das Spiel zusprechen.
16.4 Wenn ein verletzter Spieler vor Ablauf der ihm gewährten, festgelegten
Erholungszeit das Spiel wiederaufnehmen möchte, muss der Schiedsrichter dem
Gegner genügend Zeit geben, sich auf die Wiederaufnahme des Spieles
vorzubereiten.
16.5 Wenn ein Spieler eine Verletzung geltend machen will, von deren
Vorliegen der Schiedsrichter jedoch nicht überzeugt ist, muss er vom Spieler
verlangen weiterzuspielen; oder einen Satz abzugeben, die verfügbare Satzpause
zu nutzen um dann entweder weiterzuspielen oder aber das Spiel aufzugeben.
16.6 Wenn der Spieler den Satz abgibt, behält er die bis dahin erreichten
Punkte und nach Beendigung der 90 Sekunden Pause muss er dann entweder
weiterspielen oder das ganze Spiel aufgeben.
17.1 Wenn nach Ansicht des Schiedsrichters das Verhalten eines Spielers im
Court einschüchternd oder aggressiv gegenüber Gegner, Punkt-/Schiedsrichter
oder Zuschauern ist oder wenn es in irgendeiner Weise dem Ansehen des Sports
schadet, muss der Schiedsrichter den Spieler bestrafen.
17.2 Verstöße, die gemäß dieser Regel bestraft werden müssen, beinhalten
hörbare oder sichtbare Obszönitäten, verbalen oder körperlichen Missbrauch,
Meinungsverschiedenheit mit Punkt- oder Schiedsrichter, Missbrauch des
Schlägers, Balles oder Courts und Coaching außerhalb der Satzpausen.
Weitere Verstöße sind deutlicher oder vorsätzlicher Körperkontakt
(Regel 12.12.1), übermäßige Schlagbewegung (Regel 12.4), unsportliches
Einspielen (Regel 3.2), zu späte Rückkehr auf den Platz (Regel 7.4),
gefährliches Spiel oder Handeln (Regel 16.3.1.3) und Zeitverzögerung
(Regel 7.6).
17.3 Der Schiedsrichter muss für diese und andere Verstöße eine der
folgenden Strafmaßnahmen verhängen:
- Verwarnung durch den Schiedsrichter (genannt "Verwarnung")
- Zusprechen eines Punktes an den Gegner (genannt "Strafschlag")
- Zusprechen eines Satzes an den Gegner (genannt "Strafsatz")
- Zusprechen des Spieles an den Gegner (genannt "Disqualifikation")
17.3.1 Wenn der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, um eine Verwarnung
auszusprechen, muss der Schiedsrichter einen Letball gewähren.
17.3.2 Wenn während eines Ballwechsels ein Vorfall das Zusprechen eines
Strafschlages rechtfertigt, muss der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen,
falls dies nicht bereits geschehen ist, und muss den Ballwechsel zusprechen.
Die Anwendung des Strafschlages führt zum Ergebnis des Ballwechsels.
17.3.3 Wenn der Schiedsrichter nach einem Ballwechsel einen Strafschlag
zuspricht, wird das Resultat des Ballwechsels gewertet und der Strafpunkt
wird zusätzlich gegeben, aber ohne Wechsel der Aufschlagseite.
17.3.4 Wenn der Schiedsrichter einen Strafsatz ausspricht, gilt dies für den
laufenden Satz, oder, sofern keiner im Gange ist, für den folgenden Satz, wobei
im letzteren Fall die Pause deswegen nicht verlängert wird. Ein bestrafter
Spieler behält alle Punkte, die er bis dahin im Satz gewonnen hat.
18.1 In der Regel leitet ein Schiedsrichter das Spiel, dem ein Punktrichter
zur Seite steht. Der Schiedsrichter kann jedoch auch die Aufgaben des
Punktrichters übernehmen, wobei die WSF empfiehlt, die zwei Aufgabengebiete
von zwei Offiziellen durchzuführen.
18.2 Die korrekte Plazierung von Punkt- und Schiedsrichter ist in der Mitte
der Rückwand, so nahe als möglich zu dieser Wand, oberhalb der dortigen
Auslinie und vorzugsweise mit Sitzgelegenheit.
19.1 Der Punktrichter muss die Spielansage machen, gefolgt vom Punktestand,
wobei er die Punkte des Aufschlägers zuerst nennen muss. Er muss Aufschläge
und Rückschläge, die nicht gültig sind, ansagen. Er muss je nach Situation
"Fehler", "Fußfehler", "Doppelt", "Tief", "Aus", "Aufschlagwechsel" oder "Stop"
rufen (siehe Anhang 3.1) und muss die Entscheidungen des Schiedsrichters
wiederholen.
19.2 Nach Beendigung des Ballwechsels und nachdem der Schiedsrichter
eventuelle Einspruche entschieden hat, muss der Punktrichter ohne
Verzögerung den Spielstand ansagen.
19.3 Bei einem Ruf des Punktrichters muss der Ballwechsel unterbrochen
werden.
19.4 Wenn dem Punktrichter die Sicht verstellt ist oder er sich nicht
sicher ist, darf er keinen Ruf machen.
19.5 Wenn das Spiel unterbrochen wird, ohne dass der Punktrichter einen Ruf
getätigt hat, muss der Punktrichter, wenn ihm die Sicht verstellt war oder er
sich nicht sicher ist, dies den Spielern mitteilen und der Schiedsrichter muss
die entsprechende Entscheidung treffen. Falls der Schiedsrichter ebenfalls
nicht sicher ist, muss er einen Letball gewähren.
19.6 Der Punktrichter muss den Spielstand und die richtige Aufschlagseite
schriftlich festhalten.
20.1 Der Schiedsrichter muss über alle Einsprüche entscheiden und trifft
Entscheidungen, wenn sie in den Regeln vorgesehen sind. Ebenso entscheidet er
über alle Einsprüche gegen Rufe des Punktrichters oder dessen Unterlassung von
Rufen. Die Entscheidung des Schiedsrich-ters ist endgültig.
Der Schiedsrichter muss alle Entscheidungen den Spielern mitteilen und muss
alle Rufe mit lauter Stimme vornehmen, sodass sie sowohl im Court als auch im
Zuschauerbereich gehört werden.
20.2 Der Schiedsrichter muss die Kontrolle ausüben:
20.2.1 über den Einspruch eines Spielers, einschließlich des Einspruchs gegen
irgendeine Normverletzung.
20.2.2 um sicherzustellen, dass alle jeweils geltenden Regeln korrekt zur
Anwendung kommen.
20.2.3 wenn das Verhalten eines Zuschauers, Offiziellen, Betreuers oder
Trainers für das Spiel störend oder den Spielern, Offiziellen oder Zuschauern
gegenüber beleidigend ist. Der Schiedsrichter muss das Spiel unterbrechen bis
die Störung beendet ist und nötigenfalls anordnen, dass die störende/n
Person/en den Courtbereich verlassen muss/müssen.
20.3 Der Schiedsrichter soll sich bei den Spielstandsansagen des
Punktrichters nicht einmischen, es sei denn, er hat entschieden, dass die
Ansage falsch war. In diesem Fall muss er den Punktrichter berichtigen und
dieser muss den richtigen Spielstand ansagen.
20.4 Der Schiedsrichter soll sich in die Spielansagen des Punktrichters
nicht einschalten, es sei denn, er hat entschieden, dass der Punktrichter bei
der Unterbrechung oder Nicht-Unterbrechung des Spieles einen Fehler gemacht hat.
In diesem Fall muss der Schiedsrichter unverzüglich den Regeln entsprechend
entscheiden.
20.5 Der Schiedsrichter ist für die strikte Einhaltung aller in den Regeln
festgelegten Zeiten verantwortlich.
20.6 Der Schiedsrichter muss den Spielstand und die richtige Aufschlagseite
schriftlich festhalten.
20.7 Der Schiedsrichter ist verantwortlich, dass angemessene
Courtbedingungen für das Spiel gewährleistet sind.
20.8 Der Schiedsrichter kann das Spiel einem Spieler zusprechen, wenn sich
dessen Gegner nicht zehn Minuten nach der festgesetzten Spielbeginnzeit
spielbereit im Court befindet.
Es wird in den Regeln auf die Nummern der Richtlinien verwiesen.
Oberstes Ziel der Spielregeln und ihrer Auslegung ist es, bei jedem Spiel ein
gerechtes Ergebnis zu erzielen. Das erfordert, dass der Schiedsrichter während
des gesamten Spiels die Regeln für beide Spieler in fairer Weise durchsetzt.
Die Richtlinien sollten zusammen mit den Regeln gelesen werden und wurden vom
Squash Weltverband (WSF) genehmigt.
Um zu vermeiden, dass sich ein Spieler durch Wechsel seiner Ausrüstung eine
unfaire Verschnaufpause verschafft, muss sich der Schiedsrichter, bevor er dem
Spieler erlaubt, den Platz zu verlassen, davon überzeugen, dass tatsächlich mit
der Ausrüstung etwas nicht in Ordnung ist.
Unzufriedenheit über Schläger oder Schuhe, obwohl am Material nichts kaputt ist,
ist kein ausreichender Grund für den Spieler, die Ausrüstung zu wechseln.
Der Spieler darf den Court verlassen, um den Wechsel so schnell wie möglich
vorzunehmen, muss dies jedoch innerhalb von 90 Sekunden tun.
Wenn ein Spieler eine Kontaktlinse verliert oder seine Brille kaputt geht,
werden ihm 90 Sekunden Zeit gewährt, danach muss er weiterspielen.
Wenn ein Spieler das Spiel nicht wieder aufnehmen kann, weil er über keinen
entsprechenden Ausrüstungsersatz verfügt, muss der Schiedsrichter das Spiel dem
Gegner zusprechen.
Zeitverzögerung ist ein Versuch eines Spielers, sich einen unfairen Vorteil
gegenüber seinem Gegner zu verschaffen. Überlange Diskussion mit dem
Schiedsrichter und langsames Vorbereiten auf den Aufschlag oder zur
Aufschlagannahme sind Beispiele. Wenn dies vorkommt, muss der Schiedsrichter
eine Strafe gemäß Regel 17 verhängen.
Übertriebenes "Ball Auftippen" vor dem Aufschlag wird als Zeitverzögerung
angesehen (Regel 17), gilt jedoch nicht als Aufschlagfehler.
Spieler sollten beachten, dass bei einer erlaubten 90-Sekunden Unterbrechung
der Ruf "15 Sekunden" als Hinweis für sie gilt, auf den Platz zurückzukehren.
Ein Spieler, der beim Ruf "Zeit" nicht bereit ist weiterzuspielen, verschafft
sich dadurch einen unfairen Vorteil. Der Schiedsrichter muss Regel 17 anwenden.
Regel 7.7 macht klar, dass das Spiel unterbrochen werden muss, wenn irgendein
Gegenstand auf den Courtboden fällt (oder geworfen wird). Da eine
Verletzungsgefahr besteht, wenn ein Spieler auf einen Gegenstand von
entsprechender Größe oder Beschaffenheit tritt, muss der Schiedsrichter oder
Punktrichter das Spiel mit den Worten "Stop" anhalten oder der/die Spieler
brechen ab und erheben Einspruch. Wenn der fallengelassene Gegenstand von
Spielern und Offiziellen bis zum Ende des Ballwechsels nicht bemerkt wird und
der Schiedsrichter entscheidet, dass der Vorfall den Ausgang des Ballwechsels
nicht beeinflusst hat, dann bleibt das Ergebnis des Ballwechsels bestehen
(Regel 7.7.6).
Die Spieler selbst sind für den festen Sitz ihres Ausrüstungsmaterials
verantwortlich. Als generelle Regel gilt, dass der Spieler, der einen Teil der
Ausrüstung fallenlässt oder auf den Boden wirft, den Ballwechsel verliert.
Eine Ausnahme liegt vor, wenn das Fallen des Ausrüstungsteils Ergebnis eines
Zusammenpralls ist. Hier kann der Schiedsrichter einen Letball gewähren oder
den Ballwechsel zusprechen, je nachdem, ob der Spieler einen gewinnbringenden
Rückschlag gespielt hat. Falls der Zusammenprall zu einem Einspruch wegen
Behinderung führt, hat Regel 12 Vorrang.
Wenn ein Spieler den Schläger fallen lässt, ohne dabei mit dem Gegner zusammen
zu stoßen, sollte der Schiedsrichter den Ballwechsel meist weiterlaufen laufen.
Es wird hierbei berücksichtigt, dass dieser Spieler bereits einen bedeutenden
Nachteil dadurch hat, dass er den Schläger erst aufheben muss, um im Spiel zu
bleiben.
Der Schiedsrichter muss vorsätzliches Werfen oder Fallenlassen eines
Gegenstandes auf den Courtboden durch einen Spieler nach Regel 17 ahnden.
Wenn der Ball den Gegner trifft, muss der Schiedsrichter in allen Fällen eine
Entscheidung treffen. Eine Punktrichteransage wird erst danach erforderlich.
Trifft der Ball, der von der Stirnwand kommt, den Gegner, ohne dass eine
Behinderung vorlag, verliert der Gegner den Ballwechsel, es sei denn, ein
weiterer Schlagversuch (Regel 10) hätte vorgelegen. Die Definition von
"Versuch" macht klar, dass selbst ein angetäuschter Schlag oder ein
Scheinangriff auf den Ball als Versuch eingestuft wird, nicht aber eine
Schlagvorbereitung, die nur aus Ausholen ohne Schlägerbewegung in Richtung
Ball besteht.
Regeln 9 und 10 behandeln die verschiedenen Situationen, in denen der Ball, auf
dem Weg zur Stirnwand, den Gegner trifft.
Wenn der Ball den Spieler trifft (ohne dass eine Behinderung vorlag), verliert
er den Ballwechsel und der Punktrichter muss "ungültig"/"Fehler" rufen, da der
Spieler den Ball nicht "gültig"/"korrekt" gespielt hat. Eine
Schiedsrichterentscheidung ist nicht erforderlich, außer der Punktrichter
versäumt, den Ruf vorzunehmen.
Wenn der Ball einen der Spieler in einer Behinderungssituation trifft, muss
der Schiedsrichter Regel 12 anwenden.
Wenn ein Spieler den Ball nach einer Körperdrehung schlagen will, muss er
sicher sein, dass der Rückschlag den Gegner nicht trifft. Wenn der Spieler den
Gegner nach einer Drehung mit dem Ball trifft, muss der Schiedsrichter den
Ballwechsel dem Gegner zusprechen, außer der Gegner hat sich absichtlich in den
Ballflug bewegt, um einen gültigen Rückschlag zu verhindern. In diesem Fall
muss der Schiedsrichter den Ballwechsel dem Spieler zusprechen.
Auch wenn ein Spieler sich dreht oder einen weiteren Schlagversuch macht, muss
der Gegner trotzdem jede Anstrengung unternehmen, dem Spieler freie Sicht auf
den Ball, freien Zugang zum Ball und Schlagfreiheit zu gewähren (Regel 12)
Der Vorgang des Drehens oder der Vorbereitung auf einen weiteren Schlag geht
jedoch oft so schnell vor sich, dass der Gegner keine ausreichende Zeit hat,
auszuweichen, bevor die Behinderung geschieht. In solchen Fällen muss der
Schiedsrichter einen Letball gewähren. Umgekehrt muss der Schiedsrichter dem
Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn der Gegner ausreichend Zeit hatte,
auszuweichen, jedoch keine Anstrengung unternommen hat, dies zu tun oder sich
absichtlich bewegt hat, um damit die Behinderung zu verursachen.
Wenn ein Spieler den Schlag auf einer Seite vorbereitet, den Schläger dann aber
vor dem Körper auf die andere Seite bringt, um den Ball zu schlagen, wird dies
weder als Drehen noch als weiterer Schlagversuch angesehen und Regel 12 ist
anzuwenden, wenn eine Behinderung vorkommt. Diese Situation kommt häufig vor,
wenn der Ball die Seiten- und Stirnwand gleichzeitig trifft und dann in die
Mitte des Courts zurückspringt.
Der Gegner muss nach seinem Rückschlag jede Anstrengung unternehmen, den Ball
freizugeben. Sein Weg weg vom Ball sollte dem Spieler den ungehinderten,
direkten Zugang zum Ball ermöglichen, vorausgesetzt, der Spieler ist nicht so
schnell zum Ball gelaufen, dass dem Gegner der Weg weg vom Ball blockiert
wurde. Im letzteren Fall muss der Schiedsrichter einen Letball gewähren, außer
der Spieler hätte keinen gültigen Rückschlag durchführen können. In diesem
Fall darf der Schiedsrichter keinen Letball gewähren.
Es ist jedoch genauso wichtig, dass der Spieler jede Anstrengung unternimmt,
zum Ball zu gelangen und diesen zu spielen. Wenn er dies unterlässt, spielt
dies eine bedeutende Rolle bei der Entscheidung des Schiedsrichters, ob er den
Ball tatsächlich hätte erreichen und einen gültigen Rückschlag spielen können
oder nicht.
Der Schiedsrichter muss entscheiden, welches Maß an Anstrengung von dem zum
Ball gehenden Spieler unternommen werden muss, um anzuzeigen, dass er
tatsächlich "jede Anstrengung" unternimmt. Dies gibt dem Spieler jedoch nicht
das Recht, dem Gegner körperlich zuzusetzen. Der Schiedsrichter muss wegen
deutlichem oder vorsätzlichem Körperkontakt Regel 12 oder 17 anwenden.
Der Schiedsrichter darf dann keinen Letball gewähren, wenn eine Behinderung
stattfand, diese jedoch nach Meinung des Schiedsrichters die Sicht des Spielers
auf den Ball nicht beeinträchtigte und der Spieler Platz genug hatte, zum Ball
zu gelangen und diesen zu spielen. Dies nennt man geringfügige Behinderung.
Sie beinhaltet Situationen, in denen der Gegner die Flugbahn des Balles kreuzt,
sehr kurz nachdem dieser von der Stirnwand zurückkommt, aber dem Spieler immer
noch genügend Zeit bleibt, den Ball zu sehen; oder der Spieler kommt auf dem
Weg zum Ball gerade noch, den Gegner streifend, vorbei ohne dabei den direkten
Zugang zum Ball zu beeinflussen; oder der Schläger streift beim Schlag den
Gegner, dessen Kleidung oder Schläger so leicht, dass die Schlagbewegung nicht
beeinflusst wird.
Jedoch darf der Schiedsrichter einen Letball nach Behinderung nicht verweigern
in Situationen, in denen der Spieler eindeutig jede Anstrengung unternommen
hat, zum Ball zu gelangen und diesen zu spielen und er dem Schiedsrichter
deutlich gemacht hat, dass er ohne (den vorherigen) Körperkontakt mit dem
Gegner diesen auch erreicht hätte.
Regel 12.2.3 gewährt dem Spieler ausreichend Platz für eine angemessene
Schlagbewegung. Wenn der Spieler unterbricht, weil ihm der Gegner nicht
genügend Platz lässt und Einspruch erhebt, muss der Schiedsrichter folgende
Möglichkeiten erwägen:
1. Wenn der Gegner zu nahe am Spieler steht und diesen von einer angemessenen
Schlagbewegung abgehalten hat und dann getroffen wird oder mit dem Schläger
möglicherweise getroffen worden wäre, muss der Schiedsrichter dem Spieler den
Ballwechsel zusprechen.
2. Wenn der Spieler den Ballwechsel wegen eines geringfügigen Schlägerkontakts
mit dem Gegner unterbrochen hat, der jede Ausweichanstrengung unternommen hat,
muss der Schiedsrichter einen Letball gewähren. Dies unterscheidet sich von der
minimalen Behinderung in R 6. Die Stärke des Kontaktes muss ausreichend sein,
um den Schwung des Spielers zu beeinflussen, aber unzureichend, um den Schlag
zu verhindern.
3. Wenn der Spieler den Ballwechsel unterbricht, aus Angst, den Gegner zu
treffen, und, obwohl der Gegner sehr nahe steht, er den Spieler nicht von einer
angemessenen Schlagbewegung abhält, muss der Schiedsrichter nach Regel 13.1.2 –
begründete Angst, den Gegner zu verletzten – einen Letball gewähren. Solange
der Gegner keine angemessene Schlagbewegung des Spielers verhindert, ist
eine "Letball-Entscheidung" angebracht.
4. Wenn der Spieler den Ballwechsel unterbricht, aus Angst, den Gegner zu
treffen, der Gegner jedoch ausreichend Platz für eine angemessene Schlagbewegung
gemacht hat, darf der Schiedsrichter keinen Letball gewähren, denn der
Spieler hat die Position des Gegners falsch einge-schätzt.
Die richtige Art des Einspruchs in Behinderungssituationen oder in Fällen nach
Regel 13 geschieht mit den Worten "Letball bitte" und bei anderen Vorfällen
nach Regel 11 mit "Einspruch bitte".
Manchmal bitten Spieler auch in anderer Form um einen Letball, z.B. mit
erhobener Hand oder erhobenem Schläger, besonders dann, wenn die
Verständigungsmöglichkeit zwischen den Spielern und dem Schiedsrichter
schwierig ist. Bevor ein Schiedsrichter eine andere Form des Einspruchs als
das korrekte "Letball bitte" oder "Einspruch bitte" akzeptiert, muss er sich
Klarheit verschaffen, dass der Spieler tatsächlich Einspruch erhebt.
Bei einer Behinderung ist der Zeitpunkt des Einspruchs wichtig.
Im Fall eines Einspruches bezüglich guter Sicht auf den Ball und des
ausreichenden Platzes, ihn direkt an die Stirnwand spielen zu können (bekannt
als "Kreuzen der Flugbahn"), muss der Schiedsrichter die Spielsituation zu dem
Zeitpunkt betrachten, zu dem der Spieler den Ball hätte schlagen können.
Im Falle einer Behinderung bei der Ausholbewegung, muss der Einspruch sofort
erfolgen und zwar, bevor der Spieler einen Versuch unternimmt, den Ball zu
schlagen. Jeder Versuch, den Ball noch zu spielen, zeigt an, dass der Spieler
die Behinderung akzeptiert hat und somit sein Recht auf einen Einspruch
verliert.
Wenn es während des Schlages zu einer Behinderung kommt, hier ist die
Schlägerbewegung zum Ball, der Schlagkontakt selbst und ein angemessener
Ausschwung eingeschlossen, ist ein Einspruch gerechtfertigt. Der Schiedsrichter
muss vor einer "Letball"- oder "Ball an"-Entscheidung bewerten, ob der
Gegner "zu dicht aufgelaufen" ist oder nicht genügend Platz zum Spielen des
Balles gemacht hat.
Wenn ein Spieler Einspruch einlegt, weil er noch nicht bereit ist, den
Aufschlag anzunehmen, muss der Schiedsrichter einen Letball gewähren, außer
er entscheidet, dass der Spieler das Spiel unnötig verzögerte. Im letzteren Fall
kann der Schiedsrichter Regel 17 anwenden.
Wenn ein Spieler einen Einspruch wegen Behinderung einlegt noch bevor der
Ausgang des Rückschlages des Gegners bekannt ist, wird dies als vorzeitiger
Einspruch angesehen. Wenn ein Spieler voreilig einen Einspruch einlegt und
danach der Rückschlag des Gegner "tief" oder "aus" geht, muss der
Schiedsrichter den Ausgang des Ballwechsels bestehen lassen, und der Spieler
gewinnt den Ballwechsel.
Wenn der Gegner einen Einspruch wegen Behinderung einlegt, bevor der Spieler
seine angemessene Schlagbewegung beendet hat, wird dies ebenfalls als
voreiliger Einspruch angesehen. In diesem Fall hat der Gegner kein
Recht, einen Einspruch einzulegen und der Schiedsrichter darf keinen
Letball gewähren.
Ein Gegner muss zu jeder Zeit dem Spieler den direkten Weg zum Ball freimachen.
Allerdings kommt es manchmal vor, dass der Gegner keine Behinderung verursacht
hat (d.h. der Gegner hat deutlich den direkten Weg zum Ball freigemacht), aber
der Spieler hat einen indirekten Weg zum Ball gewählt und läuft deshalb auf
seinen Gegner auf oder kommt dessen Position sehr nahe. Daraufhin bittet der
Spieler um einen "Letball", da sein Weg zum Ball "nicht frei" war.
Wenn jedoch kein echter Grund für diesen Umweg vorliegt, hat der
Spieler tatsächlich die Behinderung selbst verursacht. Wenn der Spieler nun um
einen Letball bittet, darf der Schiedsrichter keinen Letball gewähren. Ob er
einen guten Rückschlag hätte durchführen können, wird gar nicht in Erwägung
gezogen. Der Spieler hätte zum Ball laufen und ihn spielen müssen, um im Spiel
zu bleiben.
Das darf nicht mit folgenden zwei Situationen verwechselt werden, in denen
ein Spieler beim Versuch, sich aus einer unvorteilhaften Position zu befreien,
dann keinen direkten Weg zum Ball hat.
Zum einen, wenn ein Spieler auf dem "falschen Fuß" verladen wird. Damit
rechnend, dass sein Gegner den Ball in eine bestimmte Richtung schlägt, startet
er in diese Richtung, bemerkt dann, dass er sich getäuscht hat, ändert seine
Laufrichtung und findet nun seinen Gegner im Weg. In dieser Situation muss der
Schiedsrichter dem Spieler auf seinen Einspruch hin einen Letball gewähren, wenn
seine Richtungskorrektur ausreichend verdeutlicht hat, dass er ansonsten einen
gültigen Rückschlag hätte ausführen können. Tatsächlich muss der Schiedsrichter
diesem Spieler sogar den Ballwechsel zusprechen, wenn er an einem
gewinnbringenden Rückschlag gehindert wurde.
Zum anderen, wenn ein Spieler einen schwachen Rückschlag spielt, der seinen
Gegner in eine vorteilhafte Position bringt. Hier darf der Schiedsrichter dem
Spieler nur dann einen Letball gewähren, wenn es für den Schiedsrichter
offensichtlich ist, dass der Spieler auf direktem Weg zum Ball für den
nächsten Rückschlag ohne Behinderung den Ball hätte erreichen und spielen können.
Deutlicher oder vorsätzlicher Körpereinsatz wirkt nachteilig auf das Spiel und
ist außerdem grundsätzlich gefährlich. In krassen Fällen muss der Schiedsrichter
den Ballwechsel unterbrechen und eine entsprechende Strafe verhängen. Wenn sich
ein Spieler vom Gegner "abstößt", dies jedoch keine erkennbare Auswirkung auf
den Gegner hat, muss der Schiedsrichter den Ballwechsel zunächst weiterlaufen
lassen und am Ende dem Spieler eine Verwarnung aussprechen. Wo eine deutliche
Auswirkung zu erkennen ist, muss der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen
und Regel 17 anwenden.
Wenn der Rückschläger Einspruch wegen eines kaputten Balles erhebt, ohne dass
er versucht, den Aufschlag anzunehmen, so gibt der Schiedsrichter normalerweise
einen Letball. Wenn der Schiedsrichter jedoch der Meinung ist, dass der Ball
beim vorherigen Ballwechsel kaputt gegangen ist, muss der Schiedsrichter für
den vorhergehenden Ballwechsel einen Letball gewähren. Dies gilt auch, wenn
ein Aufschlagfehler gemacht wird.
1. Wenn ein Spieler sichtbar blutet, muss der Schiedsrichter den Spieler
auffordern, den Court sofort zu verlassen. Der Schiedsrichter darf das Spiel
nicht wieder aufnehmen lassen, solange die Blutung noch sichtbar ist. Der
Schiedsrichter muss eine Erholungszeit nach Regel 16.1 gewähren. Ein Spieler,
der die Blutung innerhalb der ihm zugestandenen Gesamtzeit nicht stillen kann,
muss entweder einen Satz abgeben, um weitere 90 Se-kunden Pause zu erhalten und
dann das Spiel ohne Blutung wieder aufnehmen, oder das gesamte Spiel abgeben.
Wenn die Spielerkleidung wegen einer Verletzung blutbefleckt ist, muss der
Spieler die Bekleidung wechseln, bevor das Spiel wieder aufgenommen wird.
Wenn eine Blutung nach einer genehmigten Erholungspause wieder aufbricht, darf
der Schiedsrichter keine weitere Erholungspause gewähren, außer der Spieler
gibt den laufenden Satz ab und nutzt die Satzpause zur Erholung.
2. Wenn ein Spieler auf dem Court unter Unwohlsein oder einer sonstigen
Indisposition leidet, hat er die Wahl (außer bei einer Blutung), den laufenden
Satz zu Ende zu spielen, oder ihn abzugeben, oder das Spiel aufzugeben.
Wenn er das Spiel nicht aufgeben will, aber Erholungszeit braucht oder genötigt
ist, den Court zu verlassen, muss er den Satz abgeben. Nachdem er den
Schiedsrichter informiert hat, sollte er die 90 Sekunden Satzpause zur
Erholung nutzen, um dann weiterzuspielen oder aber das Spiel aufzugeben. Der
Spieler kann nur einen Satz abgeben.
Wenn sich ein Spieler auf dem Court erbricht oder diesen verschmutzt, so dass
wegen der Courtverhältnisse das Spiel nicht fortgesetzt werden kann, muss der
Schiedsrichter das Spiel dem Gegner zusprechen, unabhängig davon, ob der
indisponierte Spieler in der Lage ist, weiterzuspielen (Regel 17). Die
Beurteilung des Schiedsrichters hinsichtlich der Courtverhältnisse ist endgültig.
Im Fall von Ermüdungserscheinungen, angeblichen Verletzungen, die für den
Schiedsrichter nicht nachvollziehbar sind, oder bereits vorher bestehenden
Beschwerden, darf der Schiedsrichter keine Erholungszeit gewähren (allerdings
muss er dem betreffenden Spieler zugestehen, einen Satz abzugeben, um die
90-Sekunden Satzpause zu nutzen und dann weiterzuspielen). Zur hier genannten
Kategorie zählen auch Krämpfe, sowohl Magen- wie auch Muskelkrämpfe, akute oder
aufkommende Übelkeit und Atemnot einschließlich asthmatischer Formen.
3. Wenn ein Spieler verletzt ist, muss der Schiedsrichter, nachdem er sich von
der Ernsthaftigkeit der Verletzung überzeugt hat, die Spieler auf die
Erfordernisse der Regeln und auf die Kategorie der Verletzung hinweisen und die
Absichten des Spielers bezüglich Wiederaufnahme des Spieles erkunden.
Wenn ein Spieler eine selbst zugezogene Verletzung erleidet, d.h. eine
Verletzung, die eindeutig ohne Zutun des Gegners, wie in Regel 16.3.1.1
beschrieben, passierte, muss der Schiedsrichter die in Regel 16.3.3.1
vorgesehene Erholungszeit gewähren. Solch eine Verletzung könnte die Folge
eines Stoßes besonders gegen Gesicht oder Kopf bei einem Wand- oder
Bodenkontakt sein, oder eine Muskelzerrung, oder ein verstauchtes Gelenk, was
den Spieler zum Anhalten zwingt.
Es ist Sache des verletzten Spielers beim Schiedsrichterruf "Zeit" wieder
zurück am Court zu sein, um entweder weiterzuspielen oder, falls nötig, im
Falle einer immer noch blutenden Verletzung, eine Verlängerung der
Behandlungspause zu verlangen. Wenn der Spieler beim Ruf "Zeit" nicht zugegen
ist, muss der Schiedsrichter das Spiel dem Gegner zusprechen.
Die Entscheidung, das Spiel fortzusetzen, muss der Spieler treffen. Die
Aufgabe des Schiedsrichters ist es, zu entscheiden, ob eine Verletzung
vorliegt, die zeitlichen Verletzungspausen zu gewähren und zu steuern, und
die Regeln anzuwenden, wenn die zugestandene Gesamtzeit verstrichen ist.
Spieler dürfen nur während der Pausen zwischen den Sätzen gecoacht werden.
Coaching beinhaltet nicht kurze aufmunternde Kommentare zwischen den
Ballwechseln, die eindeutig keine Auswirkung auf den Spielfluss haben.
Der Schiedsrichter muss entscheiden, ob Kommentare erlaubte Ermutigungen oder
wirkliches Coaching sind.
Der Gebrauch von externen Kommunikationshilfen ist verboten.
Der Schiedsrichter kann jede Art von Coaching während des Spiels ahnden, indem
er den betreffenden Spieler gemäß Regel 17 bestraft.
Der Schiedsrichter kann folgende Strafen gemäß Regel 17 verhängen:
- Eine Verwarnung (genannt "Verwarnung")
- Zusprechen eines Ballwechsels an den Gegner (genannt "Strafschlag")
- Zusprechen eines Satzes an den Gegner (genannt "Strafsatz")
- Zusprechen eines Spieles an den Gegner (genannt "Disqualifikation")
Die Richtlinien zur Anwendung der Strafen sind folgende :
Wenn der Schiedsrichter die erste Strafe für einen bestimmten Verstoß verhängt,
sollte dies eine Verwarnung, ein Strafschlag, ein Strafsatz oder eine
Disqualifikation je nach Härte des Vergehens sein. Jedoch sollte jede weitere
Strafe für dieselbe Art von Verstoß für denselben Spieler nicht weniger schwer
sein, als die vorangegangene. Dies bedeutet, dass der Schiedsrichter für
denselben Typ von Verstoß mehrmals Verwarnungen oder Strafschläge verhängen
kann, wenn er der Meinung ist, dass ein derartiger Verstoß keine härtere Strafe
verlangt.
Beim Verhängen von Strafen muss der Schiedsrichter die folgenden Begriffe
verwenden:
Verwarnung (Name Spieler/Team) wegen (Verstoß)
Strafschlag gegen (Name Spieler/Team) wegen (Verstoß),
Ball an (Name des Gegners/Teams)
Strafsatz gegen (Name Spieler/Team) wegen (Verstoß),
Satz an (Name des Gegners/Teams)
Disqualifikation (Name Spieler/Team) wegen (Verstoß),
Spiel an (Name des Gegners/Teams)
Der Punktrichter darf nur den Teil der Schiedsrichterentscheidung wiederholen,
der den Spielstand betrifft.
Wenn es nicht möglich ist, zwei Offizielle für ein Spiel einzuteilen,
übernimmt eine Person sowohl die Punkt- wie auch die Schiedsrichterrolle.
Diese Person sagt das Spiel und den Spielstand als Punktrichter an und
entscheidet über Einsprüche als Schiedsrichter.
Ein einzelner Offizieller hat keine Probleme bei Entscheidungen, die sonst
direkt vom Schiedsrichter getroffen werden, z.B. wenn ein Spieler vom Ball
getroffen wird, oder bei der Behandlung von Spielereinsprüchen gemäß Regel 12.
Bei Einsprüchen gegen Punktrichterentscheidungen sollten sich die Spieler
jedoch der Grenzen klar sein. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Punktrichter
nach einem Ruf (z.B. "Aus") diese Entscheidung bei einem Einspruch in seiner
Rolle als Schiedsrichter wieder zurücknimmt. Beim Unterbleiben eines
Punktrichterrufes (z.B. bei einem fraglichen Aufschlagfehler) kann ein
Einspruch dagegen Sinn machen, da die Punkt-/Schiedsrichterentscheidung
entweder "gut" oder "unsicher" ergeben wird, wobei im letzteren Fall ein
Letball erreicht werden würde.
Der Punktrichter muss fehlerhafte Auf- und Rückschläge sofort bei Auftreten
mit dem richtigen Ruf bedenken und damit den Ballwechsel unterbrechen.
Die korrekte Reihenfolge der Rufe ist:
1. Alles was den Spielstand beeinflusst.
2. Der Spielstand, wobei der Punktstand des Aufschlägers immer zuerst genannt wird.
3. Bemerkungen zum Spielstand.
Beispiele
"Doppelt, Aufschlagwechsel, 4:3"
"Tief, 8-beide, keine Verlängerung, Satzball"
"Aus, 8-beide, Verlängerung bis 10"
"Letball, 3:4"
"Kein Let, Aufschlagwechsel, 5:7"
"Ball an Weiß, 8:2, Spielball"
"Fußfehler, Aufschlagwechsel, 0-beide"
"Fehler", (Einspruch durch Aufschläger, Schiedsrichter nicht sicher),
"Let-ball, 8:3, Satzball"
Spielansage:
"Weiß schlägt auf, Rückschläger Schwarz, 3 Gewinnsätze, 0-beide"
Am Ende eines Satzes:
"9:7, Satz an Weiß, Weiß führt 1:0 in Sätzen"
"10:9, Satz an Weiß, Weiß führt 2:0 in Sätzen"
"9:3, Satz an Schwarz, Weiß führt 2:1 in Sätzen"
"9:4, Satz an Schwarz, in Sätzen 2-beide (2:2)"
"10:8, Spiel an Weiß, 9:7, 10:9, 3:9, 4:9, 10:8"
Zu Beginn des nächsten Satzes:
"Weiß führt 1:0 in Sätzen, 0-beide"
"Weiß führt 2:1 in Sätzen, Aufschlag Schwarz, 0-beide"
" 2:2 in Sätzen, Schwarz schlägt auf, 0-beide"
Nach Verhängung einer Strafe:
"Ball an Weiß, 7:2"
"9:7, Satz an Schwarz, in Sätzen 2-beide"
Anrede der Spieler:
Schiedsrichter/Punktrichter sollten den Familiennamen benutzen, wenn sie
einen Spieler ansprechen. Die Anrede mit Vornamen sollte vermieden werden,
um einen familiären oder vertrauten Umgangston auszuschließen, da dies von
Spielern oder Zuschauern als Bevorzugung ausgelegt werden könnte.
Erklärungen:
Normalerweise fällt der Schiedsrichter nach dem Einspruch eines Spielers seine
Entscheidung und das Spiel läuft weiter. In manchen Situationen erscheint es
jedoch angemessen, dem Spieler die Entscheidung zu erklären. In diesen Fällen
kann der Schiedsrichter eine knappe Erläuterung zu der Entscheidung geben.
Es ist für die Spieler hilfreich, wenn der Schiedsrichter die Fachsprache der
anzuwendenden Regel benutzt, wenn er die Entscheidung erklärt.
Aufschlag
Die Aktion eines Spielers, bei Beginn eines Ballwechsels den
Ball ins Spiel zu bringen.
Aufschlaglinie
Eine über die ganze Breite der Stirnwand verlaufende
Linie zwischen der Tinleiste und der Auslinie.
Aufschlagrecht
Der Zeitraum, ab dem ein Spieler Aufschläger ist,
bis zum Zeitpunkt, an dem er zum Rückschläger wird.
Aufschlagviereck
Ein quadratisches Feld in jedem hinteren Platzviertel,
das abgegrenzt ist von einem Teil der Seitenwand, einem Teil der Querlinie und
zwei anderen Linien. Der Aufschläger schlägt aus diesem Aufschlagviereck auf.
Aufschlagwechsel
Der Moment, in dem das Aufschlagrecht von einem zum
anderen Spieler wechselt. ("Aufschlagwechsel" wird vom Punktrichter gerufen,
um anzuzeigen, dass das Aufschlagrecht gewechselt hat).
Aus
Dieser Ausdruck wird verwendet, um anzuzeigen, dass entweder der
Ball die Auslinie getroffen hat, oder eine Wand oberhalb dieser Linie, oder
die Decke, oder ir-gendein an Decke und/oder Wand oberhalb der Auslinie
befestigtes Teil oder der Ball durch irgendein an der Decke und/oder Wand
oberhalb der Auslinie be-festigtes Teil geflogen ist. Zusätzlich auch auf
Plätzen, die nicht völlig geschlossen sind, wenn der Ball über die Auslinie
und aus dem Court geflogen ist, ohne eine Wand berührt zu haben, oder, wenn
keine Auslinie vorhanden ist, über irgendeine Wand und aus dem Court geflogen
ist. ("Aus" wird vom Punktrichter gerufen).
Angemessene Ausholbewegung
Die Bewegung, die ein Spieler mit seinem
Schläger vom Körper weg macht, um sich auf den Schlag vorzubereiten. Eine
Ausholbewegung gilt als angemes-sen, wenn sie nicht übermäßig erfolgt.
Übertriebenes Ausholen liegt vor, wenn der Schlagarm des Spielers und/oder der
Schläger nahezu ganz ausgestreckt und der Schaft in annähernd horizontaler
Lage ist. Der Schiedsrichter muss entscheiden, ob ein Ausholen angemessen oder
übertrieben ist.
Angemessener Ausschwung
Die Bewegung, die ein Spieler mit seinem
Schläger nach dem Ballkontakt macht. Ein Ausschwung gilt als angemessen, wenn
er nicht übermäßig erfolgt. Übertriebenes Ausschwingen liegt vor, wenn der
Schlagarm des Spielers samt Schläger nahezu ganz ausgestreckt und der Schaft in
horizontaler Lage ist. Dies gilt besonders dann, wenn die ausgestreckte
Position mehr als nur für einen kurzen Moment beibehalten wird. Unter
übertriebenem Ausschwingen versteht man auch, wenn der ausgestreckte Arm des
Spielers einen weiteren Bogen macht, als die verlängerte Flugbahn des
Balles. Der Schiedsrichter muss entscheiden, ob ein Ausschwung angemessen
oder übertrieben ist.
Angemessene Schlagbewegung
Diese setzt sich zusammen aus einer
angemessenen Ausholbewegung, dem Treffen des Balles und einem
angemessenem Ausschwingen.
Aufwärmen
Die Zeit, die unmittelbar vor dem Start des Spieles den
Spielern erlaubt wird, um sich auf dem Spielcourt vorzubereiten und den Ball
warmzuspielen.
Auslinie
Eine durchgehende Linie, die die obere Grenze des gesamten
Courts markiert, d.h. sie ist an der Stirnwand, den beiden Seitenwänden und an
der Rückwand angebracht.
Anmerkung: Wenn ein Court ohne Auslinie gebaut ist, d.h. die Wände sind
ausschließlich Spielfläche, oder wenn der Court teilweise keine Auslinie hat
(z.B. bei einer Glasrückwand) und der Ball auf einen Teil der waagrechten
Oberkante einer solchen Wand trifft und in den Court zurückprallt, so ist der
Ball "aus". Der Punktrichter muss die Entscheidung in üblicher Weise treffen,
vorbehaltlich eines Einspruchs eines Spielers an den Schiedsrichter.
Ballwechsel
Kann entweder nur aus einem Aufschlag bestehen, oder aber
einem Aufschlag und einem oder mehreren Rückschlägen. Der Ballwechsel endet,
wenn ein Spie-ler keinen gültigen Rückschlag durchführen kann, bei einem
Einspruch eines Spielers, wenn der Punktrichter ruft oder der Schiedsrichter
das Spiel unterbricht.
Drehen
Die Bewegung eines Spielers, wenn er dem Ball folgt und sich
mit dem Körper dreht, oder den Ball hinter sich vorbei lässt, wobei der Spieler
in beiden Fällen den Ball auf der rechten Seite des Körpers schlägt, nachdem er
ihn auf der linken vorbeigelassen hat (oder umgekehrt).
Doppelt/Ungültig
Diese Bezeichnung wird im Englischen für Situationen
verwendet, in denen der Spieler den Ball nicht regelgerecht schlägt.
Eine direkte Übersetzung für "Not Up" ("nicht hoch") ins Deutsche ist nicht
möglich.
- Wenn einer der Spieler den Ball nicht korrekt schlägt. ("Doppelt")
- Wenn der Ball mehr als einmal auf dem Boden aufspringt, bevor der Spieler
ihn schlägt. ("Doppelt")
- Wenn der Ball den Spieler selbst trifft, oder seine Kleidung oder
Ausrüstung (den Schläger ausgenommen). ("Ungültig", "Fehler")
- Wenn der Aufschläger einen oder mehrere Schlagversuche unternimmt, den
Ball aber nicht trifft. ("Ungültig"/"Fehler"). ("Doppelt", "Ungültig",
"Fehler" wird vom Punktrichter gerufen)
Einspruch
Die Forderung eines Spielers an den Schiedsrichter, eine
Entscheidung zu treffen. "Einspruch" wird in den Regeln in zwei Zusammenhängen
verwendet:
1) Wenn ein Spieler den Schiedsrichter um einen Letball oder das Zusprechen
eines Ballwechsels bittet.
2) Wenn ein Spieler den Schiedsrichter bittet, eine Entscheidung des
Punktrichters zu ändern. Die richtige Form des Einspruchs durch einen Spieler
lautet "Einspruch bitte" oder "Letball bitte".
Halbzeit
Die Hälfte der Einspielzeit. ("Halbzeit" wird vom
Schiedsrichter gerufen).
In Position bringen
Die Vorbereitung des Schlägers vor einem Schlagversuch.
Korrekt geschlagen
Wenn der Ball mit dem sich in der Hand
befindlichen Schläger nicht mehr als einmal getroffen wird und keinen
verlängerten Saitenkontakt hat (nicht geführt oder doppelt getroffen wird).
Letball
Ein nicht entschiedener Ballwechsel. Wenn der Schiedsrichter
einen Letball gewährt, gewinnt keiner der Spieler den Ballwechsel und der
Aufschläger muss noch einmal von der gleichen Seite aufschlagen.
Ballwurf
Die Bewegung eines Spielers, wenn er zum Aufschlag den Ball
mit der Hand oder dem Schläger fallen laesst oder hochwirft.
Mittellinie
Eine Bodenlinie, parallel zu den Seitenwänden, die den
hinteren Teil des Courts zwischen Querlinie und Rückwand in zwei gleiche Teile
teilt; sie trifft die Querlinie genau in der Mitte und bildet mit ihr das "T".
Oberschiedsrichter
Die Person, der die Gesamtverantwortung während des
ganzen Turniers für alle Punkt- und Schiedsrichterangelegenheiten übertragen
wurde, einschließlich deren Ernennung und Auswechslung. (genaue Beschreibung
in der WSF-Broschüre "Guidelines for Tournament Referees")
Offizielle
Der Punkt- und der Schiedsrichter
Platzviertel
Eine Hälfte der hinteren Spielfeldfläche (zwischen
Querlinie und Rückwand), die durch die Mittellinie in zwei gleiche Teile geteilt
wird.
Punkt
Eine Einheit des Zählsystems. Der Punktrichter zählt einen Punkt
zum Spielstand eines Spielers hinzu, wenn er als Aufschläger einen
Ballwechsel für sich entscheidet oder ihm ein Ballwechsel zugesprochen wird.
Punktgewinn
Der Ballzuspruch des Schiedsrichters, was für den Spieler
zum Gewinn des Ballwechsels führt. Dadurch erhält er entweder einen Punkt oder
als Rückschläger das Aufschlagrecht.
Querlinie
Eine Bodenlinie, die über die ganze Courtbreite verläuft.
Satz
Der Teil eines Spiels, der mit einem Aufschlag beginnt und endet,
wenn ein Spieler 9 oder 10 Punkte erreicht hat
(in Übereinstimmung mit den Regeln).
Satzball
Der Spielstand, bei dem der Aufschläger nur noch einen Punkt
benötigt, um den laufenden Satz zu gewinnen. ("Satzball" wird vom
Punktrichter gerufen)
Spezifiziert
Die Beschreibung für Bälle, Schläger und Courts, die den
bestehenden WSF-Bestimmungen entsprechen.
Spiel
Die gesamte Begegnung zwischen zwei Spielern beginnend mit dem
Einspielen und endend mit dem letzten Ballwechsel.
Spielball
Der Spielstand, bei dem der Aufschläger nur noch einen Punkt
zum Spielgewinn benötigt. ("Spielball" wird vom Punktrichter gerufen).
Spieler
= Rückschläger; im Gegensatz dazu "Gegner"
Derjenige, der an der Reihe ist, den Ball zu schlagen, nachdem er von der
Stirnwand zurückgesprungen ist, oder der gerade dabei ist, den Ball zu
schlagen. Oder derjenige, der den Ball gerade geschlagen hat, bis zu dem
Zeitpunkt, an dem der Rückschlag die Stirnwand erreicht hat.
Tief
Dieser Ausdruck wird verwendet, um anzuzeigen, dass ein ansonsten
gültiger Aufschlag oder Rückschlag den Boden getroffen hat, bevor er die
Stirnwand erreicht hat, oder die Tin-Leiste oder das Tin berührt hat.
("Tief" wird vom Punktrichter gerufen).
Tin (Blech/Brett)
Die Fläche unterhalb der Tinleiste, die sich über die
ganze Courtbreite erstreckt und aus einem Material bestehen sollte, das bei
Auftreffen des Balles einen unverwechselbaren Klang erzeugt.
Tin-Leiste
Die niedrigste, waagrechte Markierungslinie an der
Stirnwand, mit dem "Tin" (Blech/Brett) darunter. Tin-Leiste und Tin reichen
über die ganze Stirnwand.
Versuch
Die Bewegung des Schlägers von einer Ausholstellung hin
zum Ball.
Wettkampf
Ein Meisterschaftsturnier, Liga- oder anderes Wettkampfspiel.
Zu nahe aufrücken
Die Situation, in der der Gegner zu nahe am Spieler
steht und ihm keinen Platz zum Spielen des Balles lässt
Pause
Ein Zeitraum, der in den Regeln zur Unterbrechung des Spieles
vorgeschrieben ist
Die anerkannten Rufe des Punktrichters werden nachstehend erklärt.
Rufe des Punktrichters, wie sie in Regel 19 (Aufgaben des Punktrichters)
verwendet werden.
Fehler
Um anzuzeigen, dass ein Aufschlag fehlerhaft war.
Siehe Regel 4.4.3 und 4.4.4
Fußfehler
Um anzuzeigen, dass beim Aufschlag ein Fußfehler gemacht wurde.
Siehe Regel 4.4.1.
Doppelt / Ungültig ("not up")
Um anzuzeigen, dass der Spieler den Ball
nicht regelgerecht geschlagen hat. (siehe Definition im Anhang 2)
Tief
Dieser Begriff wird gebraucht um anzuzeigen, dass ein ansonsten
gültiger Aufschlag oder Rückschlag den Boden getroffen hat, bevor er die
Stirnwand erreichte, oder die Tin-Leiste oder das Tin berührt hat.
(siehe Definitionen im Anhang 2)
Aus
Um anzuzeigen, dass ein ansonsten gültiger Aufschlag oder
Rückschlag ins Aus ging. (siehe Definitionen im Anhang 2)
Aufschlagwechsel
Um anzuzeigen, dass der Aufschläger zum Rückschläger
wird, d.h. das Aufschlagrecht hat gewechselt.
(siehe Definitionen im Anhang 2)
Stop
Um das Spiel - falls erforderlich - zu unterbrechen, wenn der
Schiedsrichter dies versäumt hat, und wenn andere Rufe nicht angebracht sind.
Rufe des Punktrichters, wie sie in Regel 2 (Die Zählweise) verwendet werden
4-3
Ein Beispiel für einen Spielstand. Der Punktstand des Aufschlägers
wird immer zuerst genannt; so führt in diesem Beispiel der Aufschläger mit
4:3 Punkten. Bei gleicher Punktzahl verwendet man den Begriff
"beide" (z.B. "0-beide").
Keine Verlängerung
Um anzuzeigen, dass der laufende Satz bei 8-beide
nur bis 9 Punkte gespielt wird (wird nur einmal in jedem Satz gerufen).
Verlängert bis 10
Um anzuzeigen, dass der laufende Satz bei 8-beide bis
10 Punkte gespielt wird (wird nur einmal in jedem Satz gerufen).
Satzball
Um jedes Mal, wenn es so weit ist, anzuzeigen, dass der
Aufschläger nur noch einen Punkt benötigt, um den laufenden Satz zu gewinnen.
Siehe Definitionen "Satzball".
Spielball
Um jedes Mal, wenn es so weit ist, anzuzeigen, dass der
Aufschläger nur noch einen Punkt benötigt, um das Spiel zu gewinnen. Siehe
Definitionen "Spielball".
Rufe des Punktrichters, wie sie in Regel 18 (Spielkontrolle - Wiederholung von
Schiedsrichterentscheidungen) verwendet werden
Letball oder Let
Wiederholung der Schiedsrichterentscheidung, dass der
Ballwechsel erneut gespielt werden muss.
Ball an (Name des Spielers/Teams)
Wiederholung der
Schiedsrichterentscheidung, dass der Ballwechsel einem Spieler oder Team
zugesprochen wird.
Kein Let
Wiederholung der Schiedsrichterentscheidung, dass ein Einspruch
abgelehnt wurde.
Die anerkannten Rufe des Schiedsrichters werden nachstehend erklärt.
Stop
Um das Spiel zu unterbrechen.
Zeit
Um anzuzeigen, dass eine in den Regeln vorgeschriebene Zeitspanne
abgelaufen ist.
Halbzeit
Um die Spieler darauf hinzuweisen, dass die Hälfte der
Einspielzeit vorbei ist.
Letball
Wenn auf Einspruch eines Spielers hin, ein Letball gewährt
wird.
Kein Let
Wenn der Einspruch eines Spielers abgelehnt wird.
Ball an (Name des Spielers oder Teams)
Um anzuzeigen, dass dem
genannten Spieler ein Punkt zuerkannt wird.
15 Sekunden
Um den oder die Spieler darauf hinzuweisen, dass nur noch
15 Sekunden einer erlaubten Unterbrechung verbleiben.
Let
Um anzuzeigen, dass ein Ballwechsel wiederholt werden muss,
in Fällen, in denen der Ruf "Letball" nicht anwendbar ist. Kann von einer
Erklärung begleitet sein.
Verwarnung
Um einem Spieler anzuzeigen, dass er gegen Regel 17,
Verhalten auf dem Court, verstoßen hat und deshalb durch den Schiedsrichter
verwarnt wird.
Strafschlag
Um einem Spieler anzuzeigen, dass er gegen Regel 17
verstoßen hat und deshalb der Schiedsrichter seinem Gegner einen Ballwechsel
zuspricht.
Strafsatz
Um einem Spieler anzuzeigen, dass er gegen Regel 17 verstoßen
hat und deshalb der Schiedsrichter seinem Gegner einen Satz zuspricht.
Disqualifikation
Um einem Spieler anzuzeigen, dass er gegen Regel 17
verstoßen hat und deshalb der Schiedsrichter seinem Gegner das Spiel
zuspricht.
Flussdiagramm: Überlegungsweg für Schiedsrichter zu Regel 12
Flussdiagramm: Überlegungsweg für Schiedsrichter zu Regel 16
Beschreibung
Ein Squashcourt ist ein rechteckiger Quader mit vier senkrechten Wänden mit
verschiedenen Höhen, die als Stirnwand, Seitenwände und Rückwand bezeichnet
werden. Er hat einen waagrechten Boden und eine vorgeschriebene Höhe über die
gesamte Courtfläche.
Ausmaße
Länge des Courts zwischen den Spielflächen 9750 mm
Breite des Courts zwischen den Spielflächen 6400 mm
Diagonale 11665 mm
Höhe über dem Fußboden zur Unterkante der Auslinie an der Stirnwand 4570 mm
Höhe über dem Fußboden zur Unterkante der Auslinie an der Rückwand 2130 mm
Höhe über dem Fußboden zur Unterkante der Aufschlaglinie an der Stirnwand 1780 mm
Höhe über dem Fußboden zur Oberkante der Tin-Leiste 480 mm
Entfernung der näheren Kante der Querlinie von der Rückwand 4260 mm
Innenmaße der Aufschlagfelder 1600 mm
Breite aller Linien und der Tin-Leiste 50 mm
Mindesthöhe über dem Fußboden über die gesamte Courtfläche 5640 mm
Bemerkungen
1. Die Seitenwand wird begrenzt von einer Linie, die von der Auslinie an der
Stirnwand zur Auslinie an der Rückwand verläuft.
2. Das Aufschlagfeld ist ein Quadrat, das von der Querlinie, der Seitenwand
und zwei anderen Linien am Fußboden gebildet wird.
3. Die Länge, Breite und Diagonale des Courts werden in einer Höhe von
1000 mm über dem Fußboden gemessen.
4. Es wird empfohlen, die Auslinien an der Stirnwand, den Seitenwänden und
der Rückwand und die Tin-Leiste so zu formen, dass jeder Ball abgelenkt wird,
der auf sie trifft.
5. Die Tin-Leiste darf nicht mehr als 45 mm aus der Stirnwand herausragen.
6. Es wird empfohlen, dass sich die Tür zum Court in der Mitte der Rückwand
befindet.
7. Der grundsätzliche Aufbau eines Squashcourts, seine Ausmaße und seine
Linien ist aus der beiliegenden Zeichnung zu ersehen.
Herstellung
Ein Squashcourt kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden,
vorausgesetzt, dass sie brauchbares Ballrückprallverhalten zeigen und sicher
für den Sport sind. Darüber hinaus veröffentlicht die WSF
Squashcourt-Spezifikationen, die empfohlene Standards enthält. Diese Standards
müssen für Wettkämpfe eingehalten werden, wenn dies vom zuständigen nationalen
Squashverband vorgeschrieben wird.
Die nachfolgende Beschreibung gibt die Werte wieder, die ein Ball mit gelbem
Punkt, der unter den Regeln des Squashsports benutzt wird, erfüllen muss.
Durchmesser (Millimeter) 40,0 ± 0,5
Gewicht (Gramm) 24,0 ± 1,0
Festigkeit (N/mm) bei 23 ° C 3,2 ± 0,4
Nahtstärke (N/mm) mindestens 6,0
Sprungkraft - aus einer Höhe von 100 inches/254 Zentimeter
bei 23 ° C mindestens 12 %
bei 45 ° C 26 % - 33 %
Anmerkungen
1. Der vollständige Ablauf für den Test eines Balles nach der obigen
Beschreibung kann bei der WSF angefordert werden. Die WSF wird bei Anfrage
Balltests nach Standardvorgaben durchführen.
2. Es sind keine Testverfahren für Bälle mit schnellerer oder geringerer
Geschwindigkeit festgelegt, die von besseren oder schlechteren Spielern oder
die in wärmeren oder kälteren Courts, als denen, denen das Testverfahren für
Bälle mit gelbem Punkt zu Grunde liegt, benutzt werden. Wenn Bälle mit höherer
Geschwindigkeit hergestellt werden, können sie in Durchmesser und Gewicht von
der obigen Beschreibung eines Standardballes mit gelbem Punkt abweichen. Es
wird empfohlen, dass Bälle mit einer dauerhaften Farbe oder Markierung versehen
werden, um auf ihre Geschwindigkeit oder ihre Verwendung hinzuweisen. Es wird
ebenfalls empfohlen, dass Bälle für Anfänger oder Fortgeschrittene im
Allgemeinen mit der unten angegebenen Sprungkraft übereinstimmen.
Anfänger Sprungkraft bei 23 ° C nicht weniger als 17 %
Sprungkraft bei 45° C 36 % - 38 %
Fortgeschrittener Sprungkraft bei 23 ° C nicht weniger als 15 %
Sprungkraft bei 45° C 33 % - 36 %
Spezifikationen, die diese Anforderungen der Bälle derzeit erfüllen, können bei
der WSF angefordert werden.
Die Geschwindigkeit der Bälle kann auch wie folgt angezeigt werden:
Sehr langsam gelber Punkt
Langsam weißer oder grüner Punkt
Mittel roter Punkt
Schnell blauer Punkt
3. Bälle mit gelbem Punkt, die bei Weltmeisterschaften oder Turnieren mit
ähnlichem Standard verwendet werden, müssen die obige Beschreibung einhalten.
Es werden jedoch durch die WSF zusätzliche subjektive Tests mit Spielern der
betreffenden Spielstärke durchgeführt, um die Brauchbarkeit des vorgesehenen
Balles für die jeweilige Veranstaltung festzulegen.
Der langsamste Ball, der für Topspieler und Meisterschaften bestimmt ist, kann
wenn nötig mit zwei gelben Punkten gekennzeichnet sein. Diese Bälle werden
unter dieser Regel als Bälle mit gelbem Punkt betrachtet.
4. Ab dem 1. Mai 2001 können Bälle mit gelbem Punkt mit einem größeren
Durchmesser als 40,0 mm, wie oben beschrieben, die aber ansonsten die
Anforderungen erfüllen, zum Gebrauch bei Turnieren durch die zuständigen
Organisatoren genehmigt werden.
Maße
Maximale Länge 686 mm
Maximale Breite (gemessen im rechten Winkel zum Schaft) 215 mm
Maximale Länge der Saiten 390 mm
Maximales Bespannungsfläche 500 cm2
Minimale Breite des Rahmens oder eines Teils davon
(gemessen horizontal zur Bespannung) 7 mm
Maximale Tiefe des Rahmens oder eines Teils davon
(gemessen im rechten Winkel zur Bespannung) 26 mm
Minimaler Radius des äußeren Rahmenbogens an jedem Punkt 50 mm
Minimaler Radius des Bogens der Rahmenkante oder eines Teils davon 2 mm
Gewicht
Maximales Gewicht 255 Gramm
Konstruktion
a) Der Schlägerkopf ist definiert als der Teil des Schlägers, der die
bespannte Fläche enthält oder umfasst.
b) Saiten und Saitenenden müssen innerhalb des Schlägerkopfes eingelassen
sein oder in Fällen, wo dies aufgrund des Schlägermaterials oder Designs nicht
möglich ist, müssen sie durch ein sicher angebrachtes Schutzband geschützt
werden.
c) Das Schutzband muss aus flexiblem Material bestehen, das nach harten
Boden- oder Wandkontakten keine scharfen Kanten entstehen lässt.
d) Das Schutzband muss aus weißem, farblosem oder ungefärbtem Material sein.
Wo ein Hersteller aus modischen Gründen farbige Schutzbänder verwendet, muss
er gegenüber der WSF nachweisen, dass das Schutzband nach Wand- bzw.
Bodenkontakt keine farbigen Streifen hinterlässt.
e) Der Schlägerrahmen muss eine Farbe haben und / oder aus einem Material
sein, dass bei einem normalen Schlag gegen Wände oder Boden keine Spuren
bleiben.
f) Die Saiten müssen aus Darm, Nylon oder einem ähnlichem, metallfreiem
Material sein.
g) Es sind nur zwei Schichten von Saiten erlaubt; diese müssen, wo sie
sich kreuzen, wechselweise geflochten oder verbunden sein. Das Saitenmuster
muss generell einheitlich sein und eine Fläche im Schlägerkopf bilden.
h) Alle Saitenhalter, Vibrationsdämpfer oder andere Hilfsmittel, die an
irgendeinem Teil des Schlägers befestigt werden, dürfen nur dem Schutz vor
Abnützung und Vibration dienen und müssen der Größe und Anbringung nach
zweckmäßig sein. Sie dürfen nicht innerhalb der Schlagflächenzone der
Besaitung befestigt sein (d.h. die Zone, bei der sich die Saiten überlappen).
i) Es darf keine unbespannten Flächen innerhalb der Schlägerkonstruktion
geben, die es erlauben würden, einen runden Gegenstand, der größer als 50 mm
im Durchmesser ist, durchzulassen.
j) Die ganze Schlägerkonstruktion, einschließlich des Schlägerkopfes, muss
symmetrisch zur Mitte des Schläger sein, d.h. wenn man den Schläger
flachliegend von oben betrachtet, muss eine vertikal gezogene Linie von Kopf
bis Schaft genau durch die Mitte laufen.
k) Alle Änderungen der Schlägernorm treten erst mit einer Frist von 2 Jahren
nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Die WSF entscheidet bei Anfragen, ob ein Schläger oder Prototyp mit den obigen
Bestimmungen zu vereinbaren ist oder anderweitig zum Spiel zugelassen wird oder
nicht, und sie wird Richtlinien herausbringen, die die Auslegung der obigen
Bestimmungen unterstützen werden.
Die WSF empfiehlt allen Squashspielern, einen Augenschutz zu tragen,
hergestellt entsprechend einer nationalen Norm und sachgemäß getragen während
des ganzen Spiels. Es liegt in der Verantwortung des Spielers, sich über die
ausreichende Qualität des verwendeten Produkts Klarheit zu verschaffen.
Nationale Normen für den Augenschutz bei Rückschlag-Sportarten sind mit Stand
Oktober 2000 von der kanadischen, nordamerikanischen, austra-lisch/
neuseeländischen und einer englischen Normengesellschaft veröffentlicht
worden.
Die Zählweise, wie sie in Regel 2 (Zählweise) beschrieben wird, ist die
anerkannte Zählweise für das Einzel. Wenn die PPB Zählweise angewendet wird,
ersetzt der folgende Text Regel 2.
2.1 Jeder Spieler kann Punkte machen. Der Aufschläger, der einen Ballwechsel
gewinnt, erhält einen Punkt und behält das Aufschlagrecht; der
Rückschläger, der einen Ballwechsel gewinnt, erhält einen Punkt und das
Aufschlagrecht.
2.2 Nach Wahl des Wettkampfveranstalters muss die Länge eines Spiels auf zwei
oder drei Gewinnsätze festgelegt werden, wobei jeder Satz entweder bis 9 oder
bis 15 Punkte gespielt wird.
Wenn ein Satz bis 15 Punkte gespielt wird, gewinnt der Spieler den Satz, der
als erster 15 Punkte erreicht hat; mit der Ausnahme, dass der Rückschläger bei
einem Spielstand von 14-beide vor dem nächsten Aufschlag wählen muss, ob bis
15 ("keine Verlängerung") oder bis 17 Punkte ("verlängert bis 17") gespielt
werden soll. Im letzteren Fall gewinnt der Spieler den Satz, der noch 3 Punkte
erzielt. In jedem Fall muss der Rückschläger seine Wahl dem Punktrichter,
Schiedsrichter und Gegner deutlich anzeigen.
Wenn ein Satz bis 9 Punkte gespielt wird, gewinnt der Spieler den Satz, der
9 Punkte erreicht hat; mit der Ausnahme, dass der Rückschläger bei einem
Spielstand von 8-beide vor dem nächsten Aufschlag wählen muss, ob bis 9 Punkte
("keine Verlängerung") oder bis 11 Punkte ("verlängert bis 11") gespielt
werden soll. Im letzteren Fall gewinnt der Spieler den Satz, der noch 3 Punkte
erzielt. In jedem Fall muss der Rückschläger seine Wahl dem Punktrichter,
Schiedsrichter und Gegner deutlich anzeigen.
Der Punktrichter muss "keine Verlängerung" oder "verlängert bis 11" bzw.
"verlängert bis 17" rufen, bevor weitergespielt wird.
Der Punktrichter muss "Satzball" rufen, um anzuzeigen, dass einer der Spieler
noch einen Punkt benötigt, um den laufenden Satz zu gewinnen. Er ruft
"Spielball" um anzuzeigen, dass einer der Spieler noch einen Punkt benötigt,
um das Spiel zu gewinnen und "Spielball/Satzball", wenn der Aufschläger noch
einen Punkt benötigt, um das Spiel zu gewinnen und dem Gegner noch ein Punkt
fehlt, um den laufenden Satz zu gewinnen und "Satzball/Spielball", wenn der
Aufschläger noch ei-nen Punkt benötigt, um den laufenden Satz zu gewinnen
und dem Gegner noch ein Punkt fehlt, um das Spiel zu gewinnen.
Das Drehen eines Schlägers entscheidet, wer zuerst aufschlägt oder zuerst
zurückschlägt.
Anmerkung: Der Gebrauch der Punktrichterrufe "Satzball", "Spielball", "Punkt"
und "Ball an" muss angepasst werden um dem PBB-System Rechnung zu tragen.
Der Welt Squash Verband (WSF) versucht mit einem experimentellen
Schiedsrichter-System Erfahrung zu sammeln, um festzustellen, ob es eine
tragfähige Alternative zum bestehenden Punktrichter-/Schiedsrichter-System
darstellt (das in den Regeln 18, 19 und 20 beschrieben ist).
Die Auswertung wird über den gesamten Gültigkeitszeitraum der Regeln von 2001
fortgesetzt.
Es handelt sich um das "2-Schiedsrichter-System". Dieser Anhang stellt eine
kurze Beschreibung vor. Eine ausführliche Dokumentation ist kostenfrei beim
Weltverband oder seinen Mitgliedsländern erhältlich.
Jeder Veranstalter von Squash-Wettkämpfen, der dieses System einmal erproben
möchte, wird ersucht, die Einzelheiten von der WSF anzufordern und anschließend
-wenn möglich einen kurzen Erfahrungsbericht an die Geschäftsstelle der WSF zu
senden.
Beim 2-Schiedsrichter-System werden nur zwei Offizielle eingesetzt, die
Schiedsrichter und Einspruch-Schiedsrichter genannt werden.
Der Schiedsrichter übernimmt alle Aufgaben, die sonst vom Punktrichter und vom
Schiedsrichter im traditionellen System erfüllt werden. Der
Einspruch-Schiedsrichter spielt solange keine Rolle bei der Spielführung, bis
von einem der Spieler ein Einspruch gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters
eingelegt wird oder der Einspruch-Schiedsrichter sich sicher ist, dass der
Schiedsrichter einen Fehler gemacht hat, indem er das Spiel hat weiterlaufen
lassen. Beide Spieler können beim Einspruch-Schiedsrichter gegen jede
Entscheidung des Schiedsrichters Einspruch einlegen. Die Entscheidung des
Einspruch-Schiedsrichters ist endgültig.
Der Schiedsrichter entscheidet über alle Einsprüche wegen Behinderung, Spieler
wurde vom Ball getroffen und wegen unterbliebener Rufe bei Aufschlag oder
Rückschlag, aber jeder Einspruch gegen einen Schiedsrichter-Ruf im Spiel
("aus", "doppelt", "tief") richtet sich direkt an den
Einspruch-Schiedsrichter, da die Entscheidung des Schiedsrichters ja bereits
bekannt ist.
Der Schiedsrichter und der Einspruch-Schiedsrichter können Regel 17 Verhalten
auf dem Court anwenden. Die Spieler können keinen Einspruch gegen eine
Entscheidung zu Regel 17 einlegen.
Die World Squash Federation kann ihre Mitglieder gelegentlich darum bitten oder bevollmächtigen, gewisse Regelexperimente zu Testzwecken durchzuführen. Turnierveranstalter, die solche Regelexperimente durchführen, müssen in der Ausschreibung genau darauf hinweisen, in welcher Art und Weise sich die Regeln, Definitionen oder Anhänge von denen der WSF unterscheiden.
Fr., 10.02.2012 - 19:00 Uhr:
Landesliga 6. Runde / LSZ
Sa., 11.02.2012 - 10:00 Uhr:
Österr. Ranglistenturnier / Players
Fr., 02.03.2012 - 17:00 Uhr:
5. Hobbyturnier / LSZ